Schweizer Armee erhält neue Artillerie aus Deutschland

Artilleriesystem AGM Artillery Gun Module von KNDS Deutschland auf einem Piranha-Radpanzer. (Foto: KNDS)

Bern – Die Schweizer Armee modernisiert ihre Artillerie und hat einen entsprechenden Beschaffungsvertrag unterzeichnet. Das neue System ersetzt die Panzerhaubitze M109 aus den 1960er-Jahren und wird voraussichtlich ab 2031 ausgeliefert.

Der Vertrag wurde mit dem Hersteller KNDS Deutschland abgeschlossen, wie das Bundesamt für Rüstung Armasuisse am Montag mitteilte. Das neue Artilleriesystem AGM Artillery Gun Module soll auf eine Schweizer Trägerplattform montiert werden.

Insgesamt beschafft die Armee einen Prototyp und 32 Seriensysteme. Der Vertrag umfasst neben den Fahrzeugen auch Mittel für die Munitionslogistik, Ausbildungs- und Simulationssysteme sowie Ersatzteile, Dokumentation und Werkzeuge. Ein Prototyp soll 2027 fertiggestellt und im Folgejahr geprüft werden.

Das neue System soll schneller und weiter wirken. Moderne Sensorik, digitale Führung und automatisierte Abläufe sollen zudem den Schutz und die Reaktionsfähigkeit im Einsatz verbessern, wie Armasuisse weiter schrieb.

Artillerie soll Lücken schliessen
Die Beschaffung ist Teil der Armeebotschaft 2025, die der Bundesrat dem Parlament vorgelegt hatte. Darin wurden 1,7 Milliarden Franken für Verteidigungsprojekte beantragt und bewilligt. Eine zusätzliche Milliarde für Fliegerabwehrmunition wurde jedoch abgelehnt.

Die Anträge wurden mit der verschlechterten sicherheitspolitischen Lage in Europa begründet. Die Investitionen sollen Fähigkeitslücken der Armee schliessen. Verteidigungsminister Martin Pfister sagte, es gelte, für verschiedene Gefahren gerüstet zu sein. (awp/mc/ps)

KNDS Deutschland

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