Schweizer Export-KMU sind wieder etwas zuversichtlicher

(Bild: Raiffeisen)

St. Gallen – Die Stimmung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Industriesektor hat sich im Januar gegenüber dem Vormonat leicht aufgehellt. Vor allem exportorientierte KMU zeigen sich optimistischer, während Binnenmarkt-Firmen zurückhaltend bleiben.

Der am Montag von Raiffeisen veröffentlichte KMU PMI stieg im Januar 2026 auf 50,2, nach 49,4 Punkten im Vormonat. Damit überschreitet der Index wieder die Wachstumsschwelle von 50 Punkten und signalisiert eine leichte Expansion der Geschäftstätigkeit, wie es in der Studie heisst.

Die Verbesserung der Stimmung ist laut Raiffeisen – anders als in den Vormonaten – den exportorientierten KMU zu verdanken. Grund dafür ist unter anderem die leichte Entspannung im US-Geschäft. Nachdem die US-Zölle auf Schweizer Exporte im Herbst von 39 Prozent auf 15 Prozent gesenkt wurden, hat sich die Auftragslage etwas verbessert.

Unternehmen mit Fokus auf den Binnenmarkt lieferten dagegen kaum positive Impulse, hiess es weiter. Gedämpft blieb auch die Entwicklung der Beschäftigung – auch bei exportstarken Unternehmen. Die entsprechende Komponente fiel von 49,5 auf 46,5 Punkte zurück.

Lage in Europa bleibt verhalten
Zudem bleibt das Umfeld herausfordernd. Die Industriekonjunktur bleibe in Europa verhalten und stecke weiterhin in einer Phase der Stagnation, schrieb Raiffeisen. Entsprechend richteten exportorientierte KMU ihren Blick auf die Erschliessung neuer Absatzmärkte, inbesondere KMU mit US-Geschäft.

Inlandorientierte Betriebe setzten laut Studie hingegen vor allem auf Massnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung. Trotz des ausgeprägten Kostenbewusstseins gebe es derzeit jedoch keine Anzeichen für einen breiten Stellenabbau. (awp/mc/ps)

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