Bern – Mit der heute bekanntgegebenen Projektauswahl für die Schienen-, Strassen- und Agglomerationsprojekte legt der Bundesrat den Grundstein für die weitere Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur in der Schweiz. Für den Schweizerischen Gewerbeverband sgv ist zentral, dass diese KMU-tauglich ausgestaltet wird. Und für die KMU ist ein guter Verkehrsfluss und ein zuverlässiges Netz – vor allem auf der Strasse – die wichtigste Grundlage.
Mit den kommunizierten Eckwerten für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 setzt der Bundesrat auf eine verkehrsträgerübergreifende Strategie, welche die Projekte auf der Schiene, auf der Strasse und in den Agglomerationen koordinieren und gemeinsam weiterentwickeln soll. Der Schweizerische Gewerbeverband sgv unterstützt das Ziel, Mobilität ganzheitlich und multimodal zu denken, und die Infrastrukturplanung künftig abgestimmt zu verfolgen.
Es ist jedoch auch festzustellen, dass bei der Auswahl der im nächsten Ausbauschritt weiter zu verfolgenden Projekte ein starker Fokus auf Bahninfrastrukturprojekte gelegt wird, während für die Nationalstrassen lediglich zwei Projekte vorgesehen sind. Der sgv erinnert daran, dass die Wirtschaft und allen voran die KMU auf eine zuverlässige Verkehrsinfrastruktur angewiesen sind – deren Rückgrat die Nationalstrassen bilden, welche etwa drei Viertel des Strassengüterverkehrs in unserem Land abwickeln. Denn ohne sie können keine Waren ausgeliefert werden. Dienstleistungen können nicht erbracht werden und die Mitarbeitenden finden weder ihren Weg in den Betrieb noch zum Kunden. Investitionen in die Behebung von Engpässen auf den Nationalstrassen sind daher unerlässlich, um die Funktionsfähigkeit dieses einzigartigen Verkehrsnetzes aufrechtzuerhalten.
Zur genauen Ausgestaltung der Vorlage wird sich der sgv im Rahmen des für Sommer 2026 geplanten Vernehmlassungsprozesses konkreter äussern. (sgv/mc)
