Stimmung in der Schweizer Industrie bleibt im Oktober gut

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(Unsplash)

Zürich – Die Stimmung in der Schweizer Industrie hat sich im Oktober noch etwas weiter aufgehellt. Der sogenannte Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg leicht und blieb damit klar im positiven Bereich. Auch im Dienstleistungssektor ist die Stimmung gut.

Konkret stieg der PMI für die Industrie im Oktober um 1,4 auf 56,7 Punkte, wie die UBS und der Einkaufsfachverband Procure.ch in einer Mitteilung vom Montag schrieben. Damit notiert er bereits den achten Monat in Folge über der wichtigen Schwelle von 50 Punkten. Bei Werten unter 50 Punkten gehen die befragten Unternehmen von einer schrumpfenden wirtschaftlichen Aktivität aus. Liegt der Index darüber, ist von Wachstum auszugehen.

Die Erwartungen wurden damit leicht übertroffen. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Ökonomen hatten mit 54,0 bis 56,0 Punkten gerechnet.

Der aktuelle Indexstand deute somit auf eine anhaltende Expansion im verarbeitenden Gewerbe in der Schweiz hin, heisst es im Communiqué. Der Anstieg war laut den Angaben auf die Komponenten Produktion, Lieferfristen, Auftragsbestände und Lagerbestand der Einkäufe zurückzuführen, während die Beschäftigungskomponente leicht nachgab. Die Erholung der Produktion schlage somit noch nicht auf die Beschäftigung durch, hiess es.

Auf hohem Niveau ist auch der Wert für den Dienstleistungssektor. Der entsprechende Index stieg von 59,8 auf 59,9 Punkte und signalisiere damit ein «solides Wachstum», so die Mitteilung. Experten hatten im Vorfeld mit 56,0 bis 60,5 Punkten gerechnet.

Protektionismus dürfte bleiben
Die Einschätzung der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes zu den protektionistischen Tendenzen in den vergangenen zwölf Monaten veränderte sich im Oktober kaum, wie die Umfrage weiter ergab. Rund 20 Prozent der Unternehmen berichteten von einer zunehmenden Belastung durch protektionistische Massnahmen, während 80 Prozent keine Veränderung meldeten.

Rund 25 Prozent rechnen ausserdem in den kommenden zwölf Monaten mit einer Zunahme protektionistischer Massnahmen. Eine Mehrheit erwarte keine Veränderung. Mit einer Abnahme des Protektionismus rechnet kaum eine Firma.

Der PMI gilt neben dem KOF-Konjunkturbarometer als wichtigster Frühindikator für die Schweizer Wirtschaft. Dieses zeigte zuletzt zwar einen leichten Rückgang an, allerdings auf hohem Niveau. Es blieb mit 107,6 Punkten deutlich über dem mittelfristigen Durchschnitt von 100 Punkten. (awp/mc/pg)

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