Der testierte IFRS-Jahresabschluss 2025 zeigt deutlich höhere Werte bei Plantagen, Grundstücken und Eigenkapital. Zugleich weitet das Zuger Unternehmen seine Aufforstungsprojekte in Paraguay aus und hat die Billigung für einen neuen Wertpapierprospekt erhalten.
Vom Aufbau in die Skalierung
Für die TREECYCLE AG markiert 2025 den Übergang von der Aufbau- in die Skalierungsphase. Nach dem am 12. Juni 2026 von Grant Thornton testierten IFRS-Jahresabschluss stieg der Bilanzwert der Plantagen und Grundstücke binnen Jahresfrist von rund 12,5 auf 33,1 Mio. CHF. Parallel dazu wuchs die bereits aufgeforstete Fläche in Paraguay von rund 320 auf 920 Hektar. (Quelle: Treecycle AG)
“2025 war für TREECYCLE ein entscheidendes Übergangsjahr vom Aufbau in die Skalierung”, sagt Jörg Schäfer, Gründer und CEO der TREECYCLE AG. Im Mittelpunkt hätten der deutliche Ausbau der Aufforstungsflächen, der Erwerb eines vierten Grundstücks und die Pflanzung von rund 600 Hektar neuer Waldflächen gestanden. Zum Jahresende umfasste der Bestand rund 980’000 gepflanzte Bäume.
Auch die organisatorischen Strukturen in Paraguay wurden ausgebaut, zusätzliche Fachkräfte eingestellt und Grundlagen für die geplante CO₂-Zertifizierung geschaffen. TREECYCLE erwirbt brachliegende oder landwirtschaftlich nur eingeschränkt nutzbare Flächen, entwickelt sie und bewirtschaftet sie langfristig forstwirtschaftlich. Schnell wachsende Hartholzbäume sollen nachhaltige Holzressourcen schaffen und den Nutzungsdruck auf natürliche Waldflächen reduzieren.
Bilanzieller Wert je Wertpapier “TREE” steigt
Der bilanziell ermittelte Nettovermögenswert je TREE lag am Bilanzstichtag bei 27,40 CHF. Gegenüber dem bisherigen Ausgabepreis von 21 CHF entspricht dies einer rechnerischen Erhöhung von rund 30,5 Prozent. Die von TREECYCLE ausgewiesene reale Wertunterlegung erhöhte sich von rund 64 Prozent im Geschäftsjahr 2024 auf 137,7 Prozent im Geschäftsjahr 2025.
Auch die Eigenkapitalbasis wurde ausgeweitet. Das Eigenkapital stieg von rund 10,4 auf 28,3 Mio. CHF; die Eigenkapitalquote belief sich zum Jahresende auf rund 79 Prozent.
Schäfer führt die Vermögensentwicklung vor allem auf den Aufbau realer Werte zurück: “Wesentliche Treiber waren die erhebliche Ausweitung der Aufforstungsflächen, der Erwerb zusätzlicher Grundstücke sowie die biologische Entwicklung der bestehenden Plantagen.”
Der bilanzielle Wert ist allerdings nicht mit einem bereits realisierten Ertrag gleichzusetzen. Das Wertpapier TREE verbrieft einen vertraglichen Anspruch auf einen Anteil am künftig erwirtschafteten operativen Cashflow der TREECYCLE AG. Ausschüttungsfähiger Cashflow kann insbesondere in Geschäftsjahren entstehen, in denen Holz geerntet und vermarktet wird.
Neuer Prospekt für die nächste Wachstumsphase
Am 23. Juni 2026 wurde der neue Wertpapierprospekt gebilligt. Damit besteht die regulatorische Grundlage für die Fortsetzung der Ausgabe des TREE. Für neue Zeichnungen ist ein Ausgabepreis von 25 CHF je TREE vorgesehen. Dieser liegt unter dem im testierten Abschluss ausgewiesenen Nettovermögenswert von 27,40 CHF je TREE.
Für Schäfer schafft die Billigung vor allem Verlässlichkeit: “Für Anleger bedeutet dies Transparenz, klare rechtliche Rahmenbedingungen und die Möglichkeit, sich an einem langfristig ausgerichteten Geschäftsmodell mit realen Vermögenswerten zu beteiligen.” Gerade in Zeiten von Inflation und Kaufkraftverlust seien nachvollziehbare, substanzbasierte Modelle gefragt.
Weitere Flächen und zusätzliche Ertragsquellen
Für 2026 hat TREECYCLE nach eigenen Angaben bereits Aufforstungsflächen von 1’212 Hektar vertraglich gesichert. Ihre Aufforstung ist für das laufende Jahr vorgesehen. Darüber hinaus sollen weitere rund 250 Hektar entwickelt werden. Die angestrebte Gesamtfläche beziffert das Unternehmen für 2026 auf knapp 3’000 Hektar. Die Planung reicht über das laufende Jahr hinaus. “In den kommenden drei bis fünf Jahren wollen wir unsere Aufforstungsflächen konsequent ausbauen, die CO₂-Zertifizierung erfolgreich abschliessen und zusätzliche Ertragsquellen – insbesondere aus CO₂-Zertifikaten und der nachhaltigen Holzvermarktung – erschliessen”, sagt Schäfer. Zugleich sollen institutionelle Investoren als strategische Partner gewonnen und die internationale Präsenz erweitert werden. (tc/mc/hfu)
