Comet zum Halbjahr durch Halbleiterboom beflügelt

Stephan Haferl

Comet-CEO Stephan Haferl. (Foto: zvg)

Flamatt – Der Halbleiterindustriezulieferer Comet weist für die erste Jahreshälfte sowohl beim Bestelleingang wie beim Umsatz ein deutliches Wachstum aus. Das Unternehmen aus dem Kanton Freiburg partizipiert dabei am gegenwärtigen Boom der Halbleiterindustrie.

Von Januar bis Juni stieg der Umsatz entsprechend um 5,6 Prozent auf 239,8 Millionen Franken, wie aus einer Mitteilung vom Freitag hervorgeht. Damit hat Comet im zweiten Quartal den Umsatz deutlich ausweiten können, denn in den ersten drei Monaten des Jahres stand in Franken gerechnet noch ein Umsatzrückgang zu Buche. Wechselkursbereinigt hat das Wachstum im Halbjahr sogar über 12 Prozent betragen.

Der Aufschwung hatte sich abgezeichnet, hat Comet doch im ersten Quartal viele Bestellungen einfahren können. Und von April bis Juni hat das Unternehmen sogar noch mehr Aufträge an Land ziehen können. Die Book-to-bill-Ratio, die das Verhältnis vom Auftragseingang zum Umsatz abbildet, liegt über 6 Monate betrachtet bei 1,48.

Auch die Profitabilität hat sich positiv entwickelt. Mit einem EBITDA von 31,4 Millionen Franken erzielte Comet einen um über einen Drittel höheren operativen Gewinn als vor einem Jahr, die EBITDA-Marge lag bei 13,1 Prozent. Im Vorjahr hatte diese bei 10,1 Prozent gelegen.

Erwartungen teils übertroffen
Mit den Zahlen hat Comet die Erwartungen der Analysten gemessen am AWP-Konsens beim Umsatz knapp erfüllt, in Sachen Profitabilität sogar übertroffen.

Für das Gesamtjahr hat das Management die bisherige Guidance konkretisiert. War bisher einfach von höherem Umsatz und besserer Profitabilität die Rede, steht nun eine Umsatzprognose von 540 bis 570 Millionen Franken im Raum. Die EBITDA-Marge soll dabei zwischen 14,0 und 17,0 Prozent zu liegen kommen. Dank der anhaltenden Marktdynamik, einer besseren Visibilität und eines insgesamt günstigen Marktumfelds sei Comet bestens positioniert, den Wachstumskurs fortzusetzen, wird CEO Stephan Haferl in der Medienmitteilung zitiert.

Comet steckt noch mitten in Massnahmen zur Steigerung der Effizienz und baut zudem das neue Produktionswerk in Malaysia auf. Dies führt zu Einmalkosten. Fallen diese nächstes Jahr weg, dürfte die EBITDA-Marge nochmals um rund 3 Prozentpunkte höher zu liegen kommen, wie Comet schreibt. (awp/mc/pg)

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