Massiv weniger Hörende: SRF 2 steht wegen SRG-Sparzielen unter Druck

Bern – Der Kulturradiosender SRF 2 steht wegen des Sparprogramms der SRG unter Druck, wie der «Sonntags-Blick» schreibt. Die SRG wollte dies auf Anfrage von Keystone-SDA nicht konkret bestätigen, wies aber darauf hin, dass die hohen Sparziele Auswirkungen auf das Programm haben werden.

Die Zeitung schreibt von einer «existenziellen Notlage» des Kultursenders. Wegen eines starken Rückgangs an Nutzungsstunden werde intern über ein Aus des Senders nachgedacht, allenfalls verbunden mit einem Ersatzangebots nach dem Muster der Musikspartensender wie Swiss Pop. Der «Sonntags-Blick» schreibt von einem Minus von 28 Prozent im ersten Quartal 2026. Auf Nachfrage von Keystone-SDA reagierte die SRG ausweichend. Es sei eine Tatsache, dass Radio SRF 2 Kultur in den letzten Jahren an Publikum verloren habe, teilte ein SRG-Sprecher mit. Die genannte interne Zwischennutzungszahl kommentiere man aber nicht.

Die SRG arbeite daran, den Sender an das Nutzungsverhalten des Publikums anzupassen. «Die Kulturinhalte, auch für jüngere Zielgruppen, sind nicht nur im Radio zu finden, sondern u. a. auch in der SRF News App oder auf Play SRF», so der SRG-Sprecher.

Die SRG muss bis 2029 rund 270 Millionen Franken einsparen. Aktuell werde geprüft, wie das umsetzbar sei. Über konkrete Auswirkungen auf einzelne Angebote könne die SRG noch keine machen. Im Vordergrund stünden Sparmassnahmen in den Strukturen, Prozessen, Standards und dem Portfolio, um das Programm und den Journalismus zu schützten. «Bei diesen hohen Sparzielen wird es aber auch Auswirkungen auf das Programm haben.» (awp/mc/pg)

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