Genf – Die Wahl der richtigen Rechtsform in der Schweiz prägt die Finanzierung, das Wachstum und die Haftung Ihres Unternehmens vehement. Dabei stehen Gründer vordergründig vor der Entscheidung zwischen GmbH und AG. Beide Modelle bringen lukrative Vorteile mit sich, unterscheiden sich jedoch stark in ihrer Struktur und dem benötigten Startkapital.
Sie möchten herausfinden, welche Rechtsform zu Ihrem Unternehmen passt? Hier finden Sie die Antwort.
Die GmbH als flexibler Grundstein für KMU
Für kleinere und mittelständische Unternehmen ist die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) häufig die geeignete Rechtsform. Besonders attraktiv ist dabei die Höhe des benötigten Startkapitals, die lediglich 20‘000 Schweizer Franken umfasst. Diese müssen bei der Unternehmensgründung vollständig einbezahlt sein.
Gesellschafter profitieren obendrein von einer klaren Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen. Das heisst: Das private Vermögen bleibt geschützt.
Ein weiterer Vorteil der GmbH ist die Anmeldung. Die Prozedur lässt sich schnell und rechtssicher über digitale Plattformen wie Entreprendre.ch abwickeln. Statistiken belegen, dass allein im vergangenen Jahr rund 18.500 neue GmbHs gegründet¹ wurden. Zudem zählt die Rechtsform neben der Einzelfirma zu den häufigsten Modellen, für die sich Unternehmensgründer entscheiden².
Die AG für hohe Wachstumsambitionen
Wer mit seiner Firma hoch hinaus will und einen hohen Kapitalbedarf hat, entscheidet sich bestenfalls für die AG (Aktiengesellschaft). Das erforderliche Aktienkapital liegt bei mindestens 100‘000 Schweizer Franken, wovon zur Unternehmensgründung mindestens die Hälfte der Summe vorliegen muss.
Besonders attraktiv bei der Gründung einer AG ist die Anonymität der Aktionäre. Im Gegensatz zur GmbH erscheinen die Eigentumsverhältnisse nicht im öffentlichen Handelsregister. Das heisst: Die spätere Gewinnung von Investoren und der Handel mit den Firmenanteilen werden den Verantwortlichen deutlich vereinfacht.
Aktiengesellschaft als Vertrauensreform
Die AG geniesst einen ausgezeichneten Ruf. Sie ist mit strengen Vorgaben verbunden, signalisiert jedoch zeitgleich, dass Marktteilnehmer über eine hohe finanzielle Stabilität sowie Professionalität verfügen. Ebendarum geniesst die Aktiengesellschaft eine exzellente Reputation bei Banken, Lieferanten und Kunden im In- sowie Ausland.
Wissenswert: Für Unternehmen mit einer internationalen Ausrichtung ist die Rechtsform eine zwingende Voraussetzung für erfolgreiche Kooperationen.
Fazit: passende Rechtsform für Schweizer Unternehmen
Die finale Entscheidung zwischen GmbH und AG hängt massgeblich von den individuellen Wachstumszielen und dem verfügbaren Startkapital ab. Während die GmbH ein geringeres Startkapital voraussetzt, punktet die AG mit Anonymität und einfacher Kapitalbeschaffung. Sie als Unternehmer sollten die langfristige Strategie genau analysieren, bevor Sie den Eintrag im Handelsregister vornehmen.
¹ https://online-notariat.ch/gmbh-oder-ag-schweiz-statistiken-marktanteile
² https://online-notariat.ch/firmengruendungen-schweiz-statistiken-trends-zahlen
