Bern – Der Schweizerische Gewerbeverband sgv startet seine «Swissness»-Petition und fordert den Bund auf, die seit März 2026 geltende Praxisänderung des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum (IGE) rückgängig zu machen. Das Schweizerkreuz soll Produkten vorbehalten bleiben, die tatsächlich in der Schweiz hergestellt werden. Damit schützt die Petition Konsumentinnen und Konsumenten, stärkt die Schweizer KMU und sichert Arbeitsplätze, Wertschöpfung und industrielles Know-how.
Das Schweizerkreuz ist weit mehr als ein Logo. Es steht weltweit für Qualität, Zuverlässigkeit, Know-how und «Swiss Made». Seit März 2026 ermöglicht eine Praxisänderung des IGE jedoch unter bestimmten Voraussetzungen, das Schweizerkreuz auch auf Produkten anzubringen, die im Ausland hergestellt werden. Dadurch droht die klare Verbindung zwischen dem Schweizerkreuz und der Produktion in der Schweiz verloren zu gehen.
Für den sgv schwächt diese Praxis den Wert von «Swiss Made». Sie benachteiligt jene Unternehmen, die in der Schweiz produzieren, hier investieren, Arbeitsplätze schaffen und höhere Produktionskosten tragen. Gleichzeitig erschwert sie den Schutz vor irreführenden Herkunftsangaben und begünstigt die Verlagerung von Produktionsschritten ins Ausland.
«Wir haben mit dem Schweizer Kreuz einen fantastischen Trumpf in der Hand, und diesen Trumpf verwässern wir!»
Isabelle Moret, Regierungsrätin und Wirtschaftsministerin des Kantons Waadt
Mit der Petition fordert der sgv den Bundesrat auf, dafür zu sorgen, dass die Praxisänderung rückgängig gemacht wird, und sicherzustellen, dass das Schweizerkreuz nur auf tatsächlich in der Schweiz hergestellten Produkten angebracht werden darf. Konsumentinnen und Konsumenten, das Gewerbe und die Schweizer KMU müssen vor einer irreführenden Verwendung des Schweizerkreuzes geschützt werden.
Auch im Kanton Waadt stösst die neue Praxis auf heftigen Widerstand. Die Staatsrätin und Wirtschaftsministerin Isabelle Moret unterstützt daher die Einreichung der Petition des sgv und die Rückkehr zur bisherigen Regelung. In einem heute in der Zeitung «Le Temps» veröffentlichten Artikel erklärt sie: «Wir haben mit dem Schweizer Kreuz einen fantastischen Trumpf in der Hand, und diesen Trumpf verwässern wir!» Eine Stellungnahme, die sich mit dem Argument von Urs Furrer, dem Direktor des sgv, deckt, der daran erinnert, dass «die Unternehmen und die Bevölkerung von den politischen Verantwortlichen erwarten, dass sie Lösungen vorschlagen, die die Schweizer Produktion stärken – und nicht, dass sie die Schweizer Besonderheit verwässern, den Industriestandort Schweiz schwächen und ein über mehrere Generationen erworbenes Know-how gefährden.»
Gerade in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld sind verlässliche Rahmenbedingungen und ein glaubwürdiger Herkunftsschutz entscheidend. Der sgv ruft Bevölkerung, Unternehmen und Organisationen dazu auf, die Petition jetzt zu unterzeichnen und damit ein Zeichen für einen starken Werkplatz Schweiz zu setzen.
Petition Swissness jetzt unterschreiben!
Die Petition kann online hier unterzeichnet werden:
www.sgv-usam.ch/swissness
(sgv/mc/ps)
