China: Verbraucherpreise bleiben etwas hinter den Erwartungen zurück

Peking – In China stagniert die Inflation. Die Verbraucherpreise seien im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent gestiegen. Damit fiel die Teuerung genau so hoch aus wie im Mai. wie das nationale Statistikamt am Montag in Peking mitteilte. Von Bloomberg befragte Experten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 1,6 Prozent gerechnet.

Die Teuerung bleibt somit auf einem niedrigem Niveau. Der weiter moderate Anstieg der Verbraucherpreise gibt der chinesischen Notenbank weiter Spielraum, die Binnenkonjunktur mit ihrer lockeren Geldpolitik weiter zu unterstützen.

Erzeugerpreise ziehen wie erwartet weiter deutlich an
Derweil legen die Erzeugerpreise weiter deutlich zu. Im Juni seien die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,5 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt in Peking am Montag mit. Damit verteuerten sich die Produkte auf Erzeugerebene so stark wie im Mai und wie von Bloomberg befragte Experten erwartet hatten.

Die Entwicklung der Erzeugerpreise gilt als ein Gradmesser für die Lage der Industrie. Sie zeigen die Entwicklung der Preise an, die Unternehmen beim Verkauf erzielen können. Wegen hoher Überkapazitäten waren die Preise auf Erzeugerebene über viele Jahre rückläufig, bevor es im September vergangenen Jahres den ersten Anstieg seit Anfang 2012 gegeben hat. Seitdem sind sie zum Teil stark gestiegen.

Experten deuten dies als Zeichen dafür, dass die Regierung das Problem der Überkapazitäten in den Griff bekommen hat und sich die Wirtschaft solider entwickelt. (awp/mc/ps)

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