Frankfurt – Die Crewstreiks bei der Lufthansa sind nach Einschätzung der Gewerkschaft erfolgreich angelaufen. Swiss-Flüge ab Zürich Flughafen sind jedoch nicht davon betroffen.
Swiss setzte am Donnerstag allerdings auf sechs Flügen zwischen Zürich und Frankfurt grösseres Fluggerät ein, um mehr Passagiere befördern zu können, teilte die Fluggesellschaft auf Anfrage von Keystone-SDA mit.
Nach Angaben des Flughafens Zürich vom Morgen wurden fünf Flugrotationen der Lufthansa annulliert. Für Freitag seien derzeit noch keine Flüge annulliert. Ob ein Flug durchgeführt oder annulliert werde, liege im Entscheidungsbereich der jeweiligen Airline, hiess es in Zürich weiter. Dafür sollen sich Reisende direkt bei den Fluggesellschaften erkundigen.
Hunderte Flüge in Frankfurt betroffen
«Der Streik läuft, wie wir es erwartet haben», sagte derweil Ufo-Tarifexperte Harry Jaeger am Frankfurter Flughafen. Am grössten deutschen Drehkreuz waren heute hunderte Starts und Landungen der Lufthansa gestrichen. Einzelne Flüge gingen an Ziele in Europa und Übersee. Das Unternehmen nannte aber am Donnerstagmorgen keine exakten Zahlen. An den Umbuchungsschaltern der Lufthansa bildeten sich längere Schlangen.
Nach einer Schätzung des Flughafenverbands ADV fallen wegen des ganztägigen Streiks deutschlandweit mehr als 460 Flüge mit 69’000 betroffenen Passagieren aus. Laut Flughafenbetreiber Fraport war es insbesondere im Terminalbereich A deutlich leerer als sonst. Dieser Abschnitt wird ausschliesslich von Lufthansa genutzt. Weil alle übrigen Airlines aber nicht bestreikt werden, herrschte in den anderen Abschnitten reger Publikumsverkehr.
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ging nach ersten Rückmeldungen von einer hohen Arbeitskampfbereitschaft ihrer Mitglieder aus. Genauere Angaben wollte sie gegen Mittag machen. (awp/mc/ps)
