San Francisco – Der Fahrdienstvermittler Uber greift zu Sparmassnahmen, um mehr Geld in das Kerngeschäft und Wachstumsfelder zu stecken. In einem gross angelegten Konzernumbau sollen rund 3.300 Stellen gestrichen werden. Das entspricht etwa zehn Prozent der weltweiten Belegschaft, wie aus einer von Bloomberg zitierten E-Mail von Konzernchef Dara Khosrowshahi an die Beschäftigten hervorgeht.
Mit diesem Schritt will Uber seine Management-Ebenen verschlanken. Dafür soll mehr Geld in das Kerngeschäft mit Fahrdiensten, die Essenslieferplattform, weitere Lieferdienste sowie das Robotaxi-Geschäft fliessen. In den vergangenen Jahren sei durch starkes Wachstum ein Geflecht aus «mehr Ebenen, mehr Koordination, stärker zersplitterter Verantwortung» entstanden, das auf dem heutigen Grössenniveau nicht mehr passe, begründete Khosrowshahi in der E-Mail die Massnahmen.
Bei den Führungskräften soll die Anzahl um ein Fünftel sinken, wie ein Uber-Sprecher der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte. Ein Teil der Betroffenen soll in Aufgabenbereiche ohne Personalverantwortung wechseln, zugleich sind die Kürzungen aber nicht auf Führungskräfte beschränkt. Unter anderem soll es auch eine Straffung bei den zentralen Entwicklungs-, Daten- und Lieferorganisationen geben.
Mehr Geld sei unter anderem auch für Fahrer, Kuriere und Händler weltweit sowie für Verbesserungen des Kerngeschäfts und den Aufbau einer «autonomen Zukunft» vorgesehen. Uber hat angekündigt, in den kommenden Jahren mehr als zehn Milliarden US-Dollar in Partnerschaften für Robotaxis zu stecken, um sich als zentrale Plattform für das Herbeirufen autonomer Fahrzeuge zu etablieren. (awp/mc/pg)
