Elektrifizierung der Schweizer Firmenflotten stockt

Firmenflotte

(Unsplash)

Rotkreuz – Die in der Schweiz genutzten Geschäftsautos, Firmenwagen und Transporter werden nur langsam umweltfreundlicher. Die Elektrifizierung schreitet deutlich langsamer voran als auch schon.

Zu diesem Schluss kommt das am Montag veröffentlichte «Fleet and Mobility Barometer 2026» von Arval Mobility Observatory. Demnach setzen zwar immer mehr Unternehmen auf Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und reine Elektrofahrzeuge. Ein richtiger Wandel der Flotten hin zu Elektroantrieben wird indes durch «strukturelle Hindernisse» gebremst.

Hybride dominieren
So dominieren etwa laut der Studie Hybridfahrzeuge die Flotten, während reine Elektrofahrzeuge nur einen kleineren Teil der Fuhrparks ausmachen. Mehr als die Hälfte der Schweizer Firmen (54%) hat zwar inzwischen mindestens eine elektrifizierte Technologie eingeführt. Doch die Verteilung zeigt ein klares Bild: 28 Prozent der Unternehmen nutzen Hybridfahrzeuge, 21 Prozent Plug-in-Hybride und lediglich 18 Prozent reine Elektrofahrzeuge.

Noch deutlich langsamer verläuft der Wandel bei leichten Nutzfahrzeugen. Nur 4 Prozent der Schweizer Unternehmen setzen hier bereits auf rein batterieelektrische Modelle – ein Wert, der unter dem europäischen Durchschnitt von 9 Prozent liege. Damit bleibt ein zentraler Teil der Firmenmobilität weiterhin stark von Verbrennungsmotoren abhängig.

Damit bleibt ein zentraler Teil der Firmenmobilität weiterhin stark von Verbrennungsmotoren abhängig, was die Gesamtbilanz der Nachhaltigkeit erheblich dämpft. Als grösstes Hindernis nennen die Unternehmen die fehlende Ladeinfrastruktur. Drei Viertel der Befragten sehen unzureichende Lademöglichkeiten als Hauptbarriere für den Umstieg auf Elektrofahrzeuge.

Alternative Angebote
Zwar investieren viele Firmen in eigene Ladepunkte, doch der Ausbau ausserhalb des Firmengeländes bleibt entscheidend für eine breitere Elektrifizierung. Ohne ein dichteres öffentliches Netz sei der Umstieg für viele Unternehmen operativ riskant.

Parallel dazu gewinnen indes laut der Studie Mobilitätslösungen wie Carsharing, Mobilitätsbudgets oder Rückerstattungen für den öffentlichen Verkehr an Bedeutung. Fast alle Unternehmen haben solche Angebote eingeführt oder planen dies. (awp/mc/pg)

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