Erwerbstätigenzahl steigt im vierten Quartal um 1,5 Prozent

Industrie-Konjunktur

Neueburg – Die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz ist im 4. Quartal 2016 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 1,5 Prozent gestiegen. Bei der Erwerbslosenquote gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) war in der Schweiz im gleichen Zeitraum ein Rückgang von 4,7 auf 4,3 Prozent zu verzeichnen. In der EU ist die Erwerbslosenquote von 9,1 auf 8,2 Prozent gesunken. Dies sind einige Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Die Schweiz zählte im 4. Quartal 2016 insgesamt 5,081 Millionen Erwerbstätige, d.h. 1,5 Prozent mehr als im 4. Quartal 2015. Die Zahl der erwerbstätigen Männer stieg um 1,8 Prozent, jene der Frauen um 1,1 Prozent. Saisonbereinigt blieb die Erwerbstätigenzahl zwischen dem 3. und dem 4. Quartal 2016 stabil. In Vollzeitäquivalenten (VZÄ) betrug der Anstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal 1,2 Prozent (Männer: +1,9%; Frauen: 0%).

Schweizerische und ausländische Arbeitskräfte
Zwischen dem 4. Quartal 2015 und dem 4. Quartal 2016 stieg sowohl die Zahl der ausländischen als auch jene der schweizerischen Erwerbstätigen um 1,5 Prozent. Am stärksten nahm die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte bei den Grenzgängerinnen und Grenzgängern zu (Ausweis G: +3,6%), gefolgt von den Erwerbstätigen mit Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B oder L, seit mindestens 12 Monaten in der Schweiz: +1,0%) und den Erwerbstätigen mit Niederlassungsbewilligung (Ausweis C: +1,0%). Die Zahl der Erwerbstätigen mit Kurzaufenthaltsbewilligung ging hingegen zurück (Ausweis L, seit weniger als 12 Monaten in der Schweiz: –5,6%).

Erwerbslosigkeit in der Schweiz und in Europa
Im 4. Quartal 2016 waren in der Schweiz gemäss Definition des ILO 213’000 Personen erwerbslos. Dies sind 16’000 weniger als ein Jahr zuvor. Der Anteil der Erwerbslosen an der Erwerbsbevölkerung lag bei 4,3 Prozent, verglichen mit 4,7 Prozent im 4. Quartal 2015. Saisonbereinigt ging die Erwerbslosenquote im Vergleich zum vorangehenden Quartal leicht zurück (von 4,6% auf 4,5%), nachdem sie zwischen dem 2. und 3. Quartal stabil geblieben war.
Zwischen dem 4. Quartal 2015 und dem 4. Quartal 2016 verringerte sich die Erwerbslosenquote sowohl in der Europäischen Union (EU28: von 9,1% auf 8,2%) als auch in der Eurozone (EZ19: von 10,6% auf 9,7%).

Jugenderwerbslosigkeit
In der Schweiz ging die Jugenderwerbslosenquote gemäss ILO (15- bis 24-Jährige) zwischen dem 4. Quartal 2015 und dem 4. Quartal 2016 von 9,8 auf 7,5 Prozent zurück. Im selben Zeitraum sank die Jugenderwerbslosenquote auch in der Europäischen Union (EU28: von 19,6% auf 18,5%) sowie in der Eurozone (EZ19: von 21,9% auf 20,8%).

Erwerbslosigkeit nach verschiedenen Merkmalen
Die Erwerbslosenquote gemäss ILO stieg zwischen dem 4. Quartal 2015 und dem 4. Quartal 2016 bei den 25- bis 49-Jährigen an (von 4,1% auf 4,3%), während sie bei den 50- bis 64-Jährigen zurückging (von 4,0% auf 3,6%). Bei den Männern verringerte sich die Quote stärker (von 4,6% auf 4,1%) als bei den Frauen (von 4,8% auf 4,6%). Die Erwerbslosenquote sank sowohl bei den Schweizerinnen und Schweizern (von 3,2% auf 2,9%) als auch bei den Ausländerinnen und Ausländern (von 8,8% auf 8,3%). Im 4. Quartal 2016 betrug die Erwerbslosenquote bei den EU28-/EFTA-Staatsangehörigen 6,1 Prozent und bei den Staatsangehörigen aus Drittstaaten 13,6 Prozent.

Dauer der Erwerbslosigkeit
Zwischen dem 4. Quartal 2015 und dem 4. Quartal 2016 reduzierte sich die Zahl der Langzeiterwerbslosen gemäss ILO (1 Jahr oder länger erwerbslos) von 90’000 auf 80’000 Personen. Auch der Anteil der Langzeiterwerbslosen an allen Erwerbslosen nahm ab; er verringerte sich von 39,4 auf 37,3 Prozent. Die Mediandauer der Erwerbslosigkeit sank von 230 auf 220 Tage.

Teilzeitarbeit und Unterbeschäftigung
Die Zahl der Teilzeiterwerbstätigen belief sich im 4. Quartal 2016 auf 1,709 Millionen (+56’000 im Vergleich zum Vorjahresquartal). Darunter befanden sich 335’000 Unterbeschäftigte, d.h. Personen, die mehr arbeiten möchten und kurzfristig verfügbar sind. Im 4. Quartal 2016 betrug die Unterbeschäftigungsquote 6,8 Prozent und lag damit gleich hoch wie im 4. Quartal 2015. (BFS/mc/ps)

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