Produzenten- und Importpreise sinken im Mai

(Bild: Schlierner / Adobe Stock)

Neuenburg – In der Schweiz konnten die Produzenten und Importeure im Mai etwas aufatmen. Sinkende Preise für Erdöl, Erdgas sowie Elektrizität sorgten für sinkende Produzenten- und Importpreise.

Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) fiel gegenüber April um 0,4 Prozent auf 100,1 Punkte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Der Produzentenpreisindex kam um 0,4 Prozent und der Importpreisindex um 0,3 Prozent zurück.

Sinkende Preise seien insbesondere bei pharmazeutischen Produkten, Erdöl und Erdgas sowie Elektrizität gemessen worden, so das BFS. Teurer seien dagegen Kunststoffprodukte geworden.

Produzentenseitig seien zudem die Preise für sonstige chemische Produkte sowie Metalle und Metallhalbzeug gestiegen, hiess es weiter. Im Importpreisindex hat das BFS tiefere Preise auch für Mineralölprodukte, organische Produkte der chemischen Industrie, sonstige chemische Produkte und Rohkaffee registriert. Gestiegen seien derweil die Preise für Metallhalbzeug, Computer sowie Kabel und elektrisches Installationsmaterial.

Auf Jahresbasis steht der PPI erneut im Minus. Zum Mai 2025 lag das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten 1,8 Prozent tiefer nach einem Minus von 2,0 Prozent im Monat davor. Beim Importpreisindex lag das Minus im Mai noch bei 0,2 Prozent, beim Produzentenpreisindex stand es bei 2,5 Prozent.

Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Der Index hat allerdings deutlich höhere Ausschläge und ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen volatiler. Die Jahresteuerung auf Basis der Konsumentenpreise (CPI) lag im Mai 2026 unverändert bei 0,6 Prozent. (awp/mc/ps)

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