Neuenburg – Die Produzenten- und Importpreise in der Schweiz sind im Juli im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken. Preisrückgänge zeigten insbesondere Erdöl und Erdgas sowie Mineralölprodukte.
Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) fiel gegenüber Juni um 0,1 Prozent auf 99,6 Punkte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Der Produzentenpreisindex zeigte sich dabei unverändert und der Importpreisindex sank um 0,6 Prozent.
Beim Produzentenpreisindex zeigten sich laut BFS tiefere Preise für Schlachtschweine, während es steigende Preise vor allem für Uhren sowie medizinische und zahnmedizinische Apparate und Materialien gab. Bei den Importpreisen verbilligten sich insbesondere Erdöl und Erdgas wie auch Mineralölprodukte, während unter anderem bei Computern und peripheren Geräten höhere Preise beobachtet wurden.
Auch auf Jahresbasis steht der PPI erneut im Minus – zum 39. Mal in Folge. Zum Juli 2025 lag das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten 2,1 Prozent tiefer – wie bereits im Monat davor. Beim Importpreisindex lag das Minus im Juli bei 1,5 Prozent, beim Produzentenpreisindex bei 2,3 Prozent.
Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Der Index hat allerdings deutlich höhere Ausschläge und ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen volatiler. Die Jahresteuerung auf Basis der Konsumentenpreise (CPI) lag im Juli 2026 bei 0,4 Prozent. (awp/mc/ps)
