Bern – Die Schweizerinnen und Schweizer haben 2025 etwas weniger Raclette gegessen. Der Privatkonsum von Schweizer Raclettekäse sank um 125 Tonnen oder 1,6 Prozent auf 7822 Tonnen, wie der Branchenverband Raclette Suisse am Mittwoch mitteilte. Verantwortlich dafür war ein anspruchsvolles Marktumfeld, das auch den Export belastete.
Die Ausfuhren gingen um 209 Tonnen beziehungsweise 6,1 Prozent auf 3229 Tonnen zurück. Trotz des Rückgangs blieb das Exportvolumen nahe den Höchstständen der vergangenen Jahre. Deutschland war weiterhin der wichtigste Auslandsmarkt.
In der Folge sank auch die Produktion von Schweizer Raclettekäse um 617 Tonnen oder 3,6 Prozent auf 16’613 Tonnen. Damit blieb die Produktionsmenge allerdings weiterhin auf einem im langjährigen Vergleich hohen Niveau.
Produktion zieht wieder an
Für das laufende Jahr zeigen die Zahlen wieder nach oben. In den ersten vier Monaten 2026 stieg die Produktion gegenüber der Vorjahresperiode um 114 Tonnen oder 2,4 Prozent auf insgesamt 4875 Tonnen. Gleichzeitig nahmen die Exporte um 25 Tonnen beziehungsweise 7,8 Prozent zu. Raclette Suisse sprach deshalb von erfreulichen Entwicklungen zum Jahresauftakt.
Der Verband vertritt mittlerweile 43 Hersteller von Schweizer Raclettekäse. Angesichts des anspruchsvollen Marktumfelds kündigte er eine strategische Neuorientierung an. Künftig sollen einzelne Marketing- und Fördermassnahmen reduziert werden. Gleichzeitig will die Organisation den Konsum in der Schweiz weiter stärken und Raclette vermehrt als Ganzjahresprodukt positionieren. (awp/mc/pg)
