sgv: Referendum gegen Technologieoffenheit – Ideologie gefährdet die Versorgungssicherheit

Fabio Regazzi

sgv-Präsident Fabio Regazzi. (Foto: sgv)

Eine Stellungnahme des Schweizerischen Gewerbeverbands sgv

Bern – Mit der Einreichung des Referendums gegen den indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Jederzeit Strom für alle (Blackout stoppen)» wird der Entscheid über die Aufhebung des Neubauverbots für Kernkraftwerke an die Urne getragen. Der Schweizerische Gewerbeverband sgv setzt sich mit Nachdruck für den Gegenvorschlag ein, denn die Schweiz braucht alle klima­schonenden Optionen statt neuer Denk­verbote.

Der indirekte Gegenvorschlag schafft noch kein einziges neues Kernkraftwerk. Er beseitigt lediglich ein pauschales Technologieverbot. Für jedes konkrete Projekt gelten weiterhin umfassende Sicherheitsanforderungen und anspruchsvolle Bewilligungsverfahren.

KMU brauchen sicheren und bezahlbaren Strom
Die fortschreitende Elektrifizierung erhöht den Strombedarf. Gleichzeitig bleiben der Ausbau der inländischen Produktion und die Importmöglichkeiten, v.a. im Winter, mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Strommangellagen und hohe Energiepreise treffen KMU besonders hart: Sie verteuern die Produktion, schwächen die Wettbewerbsfähigkeit und hemmen Investitionen in Wertschöpfung und Arbeitsplätze am Standort Schweiz.

«Für Unternehmerinnen und Unternehmer ist eine sichere Energieversorgung keine abstrakte Debatte, sondern eine tägliche Voraus­setzung. Das Referendum setzt Versorgungssicherheit, Investitionen und Arbeitsplätze aufs Spiel», sagt Fabio Regazzi, Präsident des sgv.

Es geht nicht um einen Blankoscheck für neue Anlagen, sondern um die Freiheit, kommende Herausforderungen mit den besten ver­füg­baren Technologien zu lösen. Die Schweizer Energiepolitik braucht Realitätssinn statt Scheuklappen. (sgv/mc/ps)

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