KOF bleibt für Aussichten am Arbeitsmarkt optimistisch

Arbeit

(Photo by Charles Koh on Unsplash)

Zürich – Die Lage am Schweizer Arbeitsmarkt hat sich laut der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) weiter aufgehellt. Besonders stark verbessert hat sich die Situation im Gastgewerbe.

Der von der KOF berechnete Beschäftigungsindikator lag gemäss der Umfrage zum vierten Quartal 2021 bei +9,4 Punkten nach revidierten +7,7 Punkten im dritten Quartal, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Ein Plus signalisiert eine positive Dynamik am Arbeitsmarkt.

Ein vergleichbar positives Niveau wurde laut KOF das letzte Mal im zweiten Quartal 2008 vor Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise beobachtet. Auf dem Höhepunkt der Coronakrise im zweiten Quartal 2020 war der Index auf -20,6 Punkte eingebrochen.

Besonders erfreulich entwickelte sich gemäss dem KOF in diesem Quartal der Beschäftigungsindikator im Gastgewerbe: Eine grosse Mehrheit der befragten Betriebe würden den gegenwärtigen Bestand an Beschäftigten mittlerweile als zu tief beurteilen und rechne für die nächsten Monaten mit einem Stellenaufbau. Dies schüre Hoffnungen, dass der grosse Stellenverlust im Zuge der Corona-Krise endlich zu einem Ende gekommen sei und dass es in den kommenden Wochen wieder aufwärts gehe, heisst es weiter.

Positive Aussichten im Bau und Grosshandel
«Sehr positiv» präsentieren sich gemäss Mitteilung die Beschäftigungsaussichten auch im Bau, im Grosshandel und bei den Dienstleistern. Im Verarbeitenden Gewerbe hatte eine Mehrheit der Betriebe, nach dem starken Einbruch des Indikators zu Beginn der Corona-Krise, im letzten Quartal mit einem starken Stellenaufbau gerechnet.

Auch im vierten Quartal möchte eine Mehrheit der Firmen in diesen Branchen die Belegschaft ausbauen. Der Indikator nähere sich jedoch wieder dem langfristigen Mittelwert an, so das KOF weiter.

Der Beschäftigungsindikator wird aus den vierteljährlichen Konjunkturumfragen der KOF berechnet. Die Auswertungen für das dritte Quartal basieren auf den Antworten von mehr als 4500 Unternehmen, die im Oktober zu ihren Beschäftigungsplänen und -erwartungen befragt wurden. (awp/mc/ps)

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