Bern – Der Schweizerische Gewerbeverband sgv begrüsst, dass die Schweiz an der anstehenden UN-Klimakonferenz in Antalya mit einer breit abgestützten Delegation aus Staat, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Jugend und Wirtschaft vertreten sein wird. Dabei wird die Vertretung der Schweizer KMU vom sgv wahrgenommen.
Die UN-Klimakonferenz COP31 findet vom 9. bis 20. November 2026 in Antalya in der Türkei statt. Sie soll die internationale Klimapolitik von der Zielsetzung stärker in die Umsetzung führen und bringt Regierungen, Verhandlungsführende sowie Beobachterinnen und Beobachter aus beinahe 200 Ländern zusammen. Zur Schweizer Delegation aus der Zivilgesellschaft gehören zwei Vertreterinnen und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen – Alliance Sud und WWF –, eine Vertreterin der Hochschulen, eine Vertreterin der Jugend sowie zwei Vertreter der Wirtschaft. Einer dieser beiden Wirtschaftsvertreter wird vom Schweizerischen Gewerbeverband sgv gestellt.
Für den sgv ist diese Zusammensetzung ein wichtiges Signal. Klimapolitik betrifft die Betriebe unmittelbar: Sie investieren in Energieeffizienz, entwickeln ressourcenschonende Produkte, modernisieren Produktionsprozesse und schaffen die Arbeitsplätze, die den Wandel tragen. Wer ambitionierte Klimaziele erreichen will, muss deshalb die Innovationskraft, die Investitionsfähigkeit und die Praxiserfah-rung der Unternehmen konsequent einbeziehen.
«Nachhaltigkeit entsteht nicht am Reissbrett und nicht durch zusätzliche Bürokratie, sondern in den Betrieben – durch Innovation, Investitionen und marktfähige Lösungen», sagt Urs Furrer, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands sgv. «Dabei spielen KMU eine wichtige Rolle. Klimaschutz gelingt nur, wenn er wirtschaftlich tragbar ist und die Rolle der Unternehmen als Teil der Lösung ernst genommen wird.»
Der sgv verfolgt eine Klimapolitik, die technologieoffen, wettbewerbsfähig und KMU-tauglich ausgestaltet wird. Dazu gehören verlässliche Rahmenbedingungen, schlanke Verfahren, wirksame Anreize und der Verzicht auf neue Belastungen, welche Investitionen verhindern statt ermöglichen. Die Schweizer Wirtschaft ist bereit, ihren Beitrag zu leisten. Voraussetzung ist jedoch eine Klimapolitik, die Lösungen ermöglicht, statt Betriebe mit Auflagen zu überfordern. Gerade kleine und mittlere Unternehmen brauchen Planungssicherheit, Zugang zu bezahlbarer Energie und genügend Freiraum, um klimafreundliche Technologien in der Praxis umzusetzen.
«Die Schweiz kann international glaubwürdig auftreten, wenn sie zeigt, dass Klimaschutz, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit zusammengehören», so Urs Furrer. (sgv/mc)
