ZKB steigert Bruttogewinn um 19,4 Prozent auf 598 Mio CHF im H1

ZKB steigert Bruttogewinn um 19,4 Prozent auf 598 Mio CHF im H1

Der Halbjahreskonzerngewinn wird mit 517 (414) Mio CHF um 25,0% höher ausgewiesen. Dabei hätten sich `sämtliche Erfolgskomponenten deutlich verbessert`, wie das Institut am Montag mitteilte.


Betriebsertrag um 15,3 Prozent gesteigert
Der Betriebsertrag konnte im Berichtszeitraum um 15,3% auf 1,1 Mrd CHF gesteigert werden. Davon stammen 53% oder 599 (542) Mio CHF aus dem Zinsengeschäft. Der Beitrag des Kommissions- und Dienstleistungsgeschäftes stieg auf 248 (235) Mio CHF. Im Handelsgeschäft wurden 264 (188) Mio CHF erwirtschaftet. Wichtigster Ertragstreiber seien der Aktien- und Aktienderivatehandel sowie der Devisen-, Noten- und Edelmetallhandel gewesen, heisst es weiter. Der übrige Ertrag erreichte 24 (19) Mio CHF.


Abschreibungen auf AV reduziert
Die Abschreibungen auf dem Anlagevermögen konnten um 27,1% auf 39 (54) Mio CHF reduziert werden. Diese Entwicklung wird mit niedrigeren Wertberichtigungen auf Bankgebäuden begründet. Hingegen wurde die Position `Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste` mit 49 (41) Mio CHF um 19% höher dotiert.

Bilanzsumme um 6,5 Prozent gesteigert
Die Bilanzsumme erreicht per Stichtag 101,4 (31.12.2006: 95,2) Mrd CHF (+6,5%) und überschritt damit erstmals die Marke von 100 Mrd CHF. Die Kundenausleihungen stiegen um 3,5% auf 60,3 (58,3) Mrd CHF. Sie bestünden zu 86% oder 51,9 Mrd CHF aus Hypothekarforderungen und hätten sich `trotz intensiver Marktbearbeitung` nur um 0,8% erhöht. Der Anteil variabler Hypotheken habe aufgrund der Zinskonstellation von 10 auf 14% zugenommen. Die eigenen Mittel erreichten 7,0 (6,8) Mrd CHF.


Kreditnachfrage spürbar belebt
Die Kreditnachfrage habe sich dank der robusten Konjunktur `spürbar` belebt, ist der Mitteilung weiter zu entnehmen. So stiegen die Forderungen gegenüber Kunden um 1,6 Mrd CHF oder 23,7% auf 8,4 Mrd CHF. Die Forderungen gegenüber Banken wuchsen seit Ende 2006 um 3,5 auf 21,6 Mrd CHF (+19,6%). Die Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen werden mit 11,2 Mrd CHF (-0,4%) kaum verändert angegeben.


Kundenvermögen gesteigert
Die Kundenvermögen werden mit 117,4 (114,9) Mrd CHF ausgewiesen, was einem Anstieg um 2,2% entspricht. Die bilanzierten Kundengelder hätten sich infolge von Umschichtungen leicht auf 55,8 Mrd CHF (-0,9%) zurück gebildet. Das steigende Zinsniveau am CHF-Markt habe zu einer Abnahme der Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform um 1,3 Mrd auf 23,9 Mrd CHF (-5,2%) geführt. Die Festgelder seien um 4,8% oder 942 Mio auf 20,6 Mrd CHF angestiegen. Der Bestand an Kassenobligationen erhöhte sich um 123 Mio auf 2,1 Mrd CHF (+6,2%).


Bestand an Obligationenanleihen kaum verändert
Der Bestand an Obligationenanleihen veränderte sich kaum und wird mit 4,9 Mrd CHF (-0,8%) ausgewiesen. Da fällige Pfandbriefdarlehen nicht erneuert worden seien, ging der Bestand um 5,1% auf 4,2 Mrd CHF zurück.


Zuversichtlich in das zweite Halbjahr gestartet
Angesichts ihrer starken Verankerung im Wirtschaftsraum Zürich und der `erfreulichen Entwicklung in allen Geschäftsfeldern` sei das Institut `zuversichtlich` in das zweite Halbjahr gestartet. Die ZKB erwarte `ein gutes Jahresergebnis`, wie es weiter heisst. Allerdings unterstellt das Institut dabei, dass sich die Stimmung an den Finanzmärkten im zweiten Halbjahr `nicht wesentlich verschlechtert`. (awp/mc/ab)

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