Devisen: Dollar setzt Erholung fort
Zürich – Der US-Dollar hat seine zum Vorwochenschluss erzielten Gewinne im frühen Handel am Montag noch leicht ausbauen können. Grund dafür ist laut Händlern der Vorschlag von US-Präsident Donald Trump, Kevin Warsh solle der neue Mann an der Spitze der US-Notenbank Fed werden.
Aktuell kostet das Euro/Dollar-Paar 1,1848 nach 1,1867 zum Vorwochenschluss. Noch am Freitagmorgen notierte der Euro klar über 1,19 Dollar. Auch zum Franken hat der Dollar Boden gutgemacht und wird derzeit zu 0,7730 nach 0,7721 am Freitagabend gehandelt. Derweil notiert das Euro/Franken-Paar wenig verändert bei 0,9159 und damit nur wenig über dem jüngst markierten Rekordtief.
Donald Trump hat am Freitag den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell vorgeschlagen. Dies hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird. Die Erwartung von Zinssenkungen hatte zuletzt die Edelmetallpreise gestützt. Warsh galt lange als geldpolitischer Falke, hat sich also tendenziell für höhere Zinsen eingesetzt. Zuletzt sprach er sich aber für Leitzinssenkungen aus.
«Ob Warsh also tatsächlich den Wünschen von Donald Trump nach niedrigeren Zinsen folgt, bleibt abzuwarten», kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. «Kevin Warsh versteht aber, dass die Fed und deren guter Ruf essenziell für das Wohlergehen der USA sind.» Es gehe dabei um die Stabilität des US-Finanzsystems.
Kursbewegende Impulse dürften zudem von den im Laufe der Woche erwarteten Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England sowie von Konjunkturdaten wie den Einkaufsmanagerindizes aus den USA und Euroland sowie den US-Arbeitsmarktzahlen ausgehen. (awp/mc/ps)