Privatversicherer mit weiterem Wachstum im Nichtlebengeschäft
Zürich – Die Schweizer Privatversicherer haben im abgelaufenen Jahr weiteres Wachstum erzielt, primär im Nichtlebengeschäft. Dieser Markt bleibt von hohen Bau- und Reparaturkosten geprägt, was steigende Versicherungssummen und steigende Prämien zur Folge hat.
Das Prämienvolumen der Privatversicherer ist 2025 im Bereich Nichtleben laut Hochrechnung um 4,4 Prozent auf 16,9 Milliarden Franken gestiegen, wie der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) am Donnerstag an der Jahresmedienkonferenz mitteilte. Bereits im Jahr davor war der Markt um 3,6 Prozent gewachsen.
Getragen wurde das Wachstum 2025 erneut von der Motorfahrzeugversicherung (+4,6%). Dort hätten der Trend zu teureren Autos mit mehr verbauter Technik sowie die steigenden Unfallzahlen die Kosten für die Versicherer weiter in die Höhe getrieben, hiess es. Zudem seien auf Schweizer Strassen auch immer mehr Fahrzeuge zugelassen.
Einen klaren Volumenanstieg verzeichneten auch Feuer-, Elementar- und Sachschadenversicherung (+5,1%). hier insbesondere getrieben durch höhere Baukosten. Mit 2,6 Prozent wuchs das Volumen in der Berufs- und Haftpflichtversicherung ebenfalls an.
Rückgang der Kollektivlebenprämien
Ein geringeres Wachstum erzielte laut den Hochrechnungen der Bereich Kranken- und Unfallversicherung, in welchem die Einnahmen um 1,7 Prozent auf 17,1 Milliarden Franken stiegen. Die Lebensversicherung trat dagegen mit einem minimalen Prämienplus von 0,1 Prozent auf 22,6 Milliarden gar mehr oder weniger auf der Stelle.
Dabei dämpfe in der Lebensversicherung der Trend in der beruflichen Vorsorge von der Vollversicherung hin zu teilautonomen Lösungen. Das liess die Kollektivleben-Einnahmen um 1,8 Prozent zurückgehen, während das Einzellebensgeschäft mit 3,6 Prozent wuchs. (awp/mc/ps)