Medmix kehrt in die schwarzen Zahlen zurück aber kürzt Dividende

Medmix kehrt in die schwarzen Zahlen zurück aber kürzt Dividende
Medmix-CEO René Willi. (Foto: pd)

Baar – Zug – Der Industriekonzern Medmix hat 2025 trotz eines tieferen Umsatzes den Sprung zurück in die Gewinnzone geschafft. Damit zeigte das Effizienzprogramm Wirkung. Die Dividende wird indes deutlich zusammengestrichen. Beim Blick in die mittlere Zukunft ist das Unternehmen derweil etwas optimistischer.

Der Umsatz sank um 7,4 Prozent auf 448,0 Millionen Franken. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte lag das organische Umsatzminus noch bei 4,8 Prozent, wie die Spezialistin für Verabreichungsgeräte etwa im Gesundheits- und Dentalbereich am Donnerstag mitteilte.

Bei den einzelnen Segmenten ging der Umsatz insbesondere bei Consumer & Industrial deutlich zurück. In diesem Segment mit den Unterbereichen Beauty und Industrie lag der Umsatz bei 276,5 Millionen und damit 10,0 Prozent unter dem Vorjahr. Dies war vor allem dem deutlichen Minus im Bereich Beauty (-15,8%) geschuldet, während Industrie nur leicht (-1,8%) nachgab.

Das Segment Healthcare mit den Bereichen Drug Delivery, Chirurgie und Dental setzte mit 171,6 Millionen Franken 2,9 Prozent weniger um als im Vorjahr. Während Dental sogar zulegte (+3,9%), gab Surgery leicht (-2,5%) und Drug Delivery deutlich (-21,2%) nach.

Dividende massiv gesenkt
Auf operativer Ebene zeigte das Effizienzprogramm Wirkung. So sank der adj. EBITDA nur unterproportional um 3,0 Prozent auf 89,7 Millionen Franken. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 20,0 Prozent (VJ 19,1%). Neben dem Effizienzprogramm habe hier unter anderem auch ein verbesserter Produktmix sowie ein Sondereffekt positiv beigetragen.

Unter dem Strich blieb wieder ein Reingewinn von 7,0 Millionen Franken nach einem Verlust von 6,4 Millionen im Vorjahr. Mit Blick auf das sehr gut laufende Effizienzprogramm habe Medmix das Kostensparziel von bislang 30 Millionen Franken um 3 Millionen angehoben. Mit der Umsetzung sei man auf Kurs.

Bei der Dividende gibt es jedoch klare Abstriche. Diese soll nur noch bei 0,10 Franken nach 0,50 Franken je Aktie im Vorjahr liegen. Der Stärkung der Bilanz und Investitionen in strategische Initiativen soll Vorrang eingeräumt werden, heisst es zur Begründung. Künftig werde eine leistungsorientierte Dividendenpolitik verfolgt, wobei mindestens 40 Prozent des Gewinns pro Aktie ausgeschüttet werden sollen.

Insgesamt hat Medmix mit den Zahlen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und Gewinn leicht verfehlt, beim adj. EBITDA und der Marge hingegen übertroffen. Allerdings hatten die Experten durchwegs mit einer stabilen Dividende gerechnet.

Neuer CFO und Ausblick
Zudem kündigte Medmix einen Wechsel auf dem Posten des Finanzchefs an. Die bisherige CFO Jennifer Dean, die seit dem IPO diese Stelle innehatte, übernimmt die Leitung des Bereichs Beauty und soll diesen zu profitablem Wachstum führen. Neuer Finanzchef wird Sven Luginbühl, der bereits seit 2022 stellvertretender CFO ist.

Für das laufende Jahr 2026 peilt Medmix organisch eine stabile Entwicklung bis hin zu einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich an. Die adj. EBITDA-Marge soll bei rund 20 Prozent liegen. Das Umfeld bleibe herausfordernd.

Die Mittelfristziele werden indes teils erhöht. Beim Umsatzwachstum wird unverändert ein jährliches Wachstum von über 4 Prozent angestrebt. Die adj. EBITDA-Marge soll nun bei über 21 Prozent (bisher über 20%) liegen. (awp/mc/ps)

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