Aberdeen-Kommentar zu «Made in Europe»

Aberdeen-Kommentar zu «Made in Europe»
Craig Wright, Leiter European Real Estate bei Aberdeen Investments. (Bild: LinkedIn/mc)

Craig Wright, Leiter European Real Estate bei Aberdeen Investments kommentiert den von der EU vorgeschlagenen Industrial Accelerator Act, bekannt als «Made in Europe»-Plan.

«Begriffe wie Nearshoring, strategische Autonomie und wirtschaftliche Souveränität waren noch nie so zentral für Europas Zukunft wie aktuell. , Deshalb markiert der Industrial Accelerator Act einen entscheidenden Schritt, um diese Ideen in die Realität umzusetzen. Durch die Steigerung der Nachfrage nach in der EU hergestellten Industriegütern und die Beschleunigung der Modernisierung energieintensiver Sektoren sendet das Gesetz das bisher deutlichste Signal dahingehend aus, dass Europa beabsichtigt, seine Lieferketten und die Energieresilienz zügig wieder aufzubauen. Sie wird den Kontinent nicht über Nacht transformieren, aber indem sie vorhersehbare Nachfragebedingungen schafft und Genehmigungsverfahren lockert, schafft die IAA das nötige Momentum, damit Europa sich der Herausforderung der Resilienz schneller stellen kann.

Nicht alle Märkte profitieren gleichermassen von «Made in Europe». Am meisten spüren werden Mittel- und Osteuropa als kosteneffiziente Produktionsstandorte sowie die dicht besiedelten Verbrauchermärkte Westeuropas mit ihren multimodalen Infrastrukturen. Auch strategische Standorte mit bereits fortschrittlicher Produktiosnexpertise sollten profitieren können. Eher periphere, kostengünstigere Regionen wie die Nordischen Länder haben dagegen weniger Vorteile vom IAA. Beim Immobilienmarkt ist die Kluft noch deutlichlicher erkennbar – derzeit fehlt Europa einfach die Art und Qualität von Industrieimmobilien, die für das Ausmass dieses Wandels erforderlich sind. Für Investoren stellt dieses Defizit jedoch eine klare Chance dar, die durch starke Nachfragefundamentaldaten gestützt wird und eine Absicherung gegen eine zunehmend zersplitterte Weltwirtschaft bietet.

Die Aufnahme Japans und Grossbritanniens in das EU-Gesetz unterstreicht besonders auch die Bedeutung strategischer Beziehungen für die EU in der neuen Weltwirtschaftsordnung.»

Eine weiterführende Analyse dazu von Aberdeen Investments fokussiert sich auf die Reindustrialisierung Europas und zeigt sechs Themen, die diese Welle neuer industrieller Investitionen antreiben. Diese Analyse finden Sie hier. (Aberdeen/mc)

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