Interroll 2025 erneut mit weniger Gewinn – Dividende stabil

Interroll 2025 erneut mit weniger Gewinn – Dividende stabil
Markus Asch, CEO Interroll. (Foto: Interroll)

Sant’Antonino – Das Fördertechnikunternehmen Interroll hat erneut weniger Gewinn erzielt. Für die Aktionärinnen und Aktionäre bleibt die Dividende dennoch stabil. Den Ausblick hält das Unternehmen vage.

Der Lagerlogistikspezialist bekam nach wie vor das herausfordernde Umfeld und regionale Unterschiede zu spüren, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Es gebe aber erste Anzeichen für eine Erholung. Der operative Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA sank im Jahr 2025 um 6,3 Prozent auf 94,1 Millionen Franken. Der EBIT ging um 7,7 Prozent auf 71,8 Millionen zurück.

Die operativen Margen gaben ebenfalls etwas nach. So sank die EBITDA-Marge auf 18,3 Prozent von 19,1 Prozent im Vorjahr. Die EBIT-Marge ging auf 14,0 von 14,8 Prozent zurück. Unter dem Strich blieb ein um 10,6 Prozent tieferer Reingewinn von 55,9 Millionen Franken.

Der freie Cashflow sackte auf 40,3 Millionen Franken nach 77,4 Millionen Franken im Vorjahr ab. Der Verwaltungsrat schlägt eine unveränderte Dividende von 32,00 Franken je Anteilsschein vor.

Die Erwartungen der Analysten wurden bis auf die Dividende durch die Bank leicht verfehlt.

Bereits im Januar hatte Interroll den Umsatz sowie den Auftragseingang bekannt gegeben. So waren die Verkäufe im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf 514,2 Millionen Franken gesunken. Insbesondere der starke Franken machte sich bemerkbar, denn in Lokalwährungen legte der Umsatz um 1,4 Prozent zu.

Der Auftragseingang lag indes mit 545,3 Millionen Franken um 5,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. In Lokalwährungen war er gar um 9,2 Prozent höher.

Unterschiedliche Entwicklung in den Regionen
Regional zeigte sich eine heterogene Entwicklung: So wurde das Wachstum in der EMEA-Region von einem Fokus auf kleinere Projekte, dem Produkt-Umsatz und dem Service-Geschäft gestützt.

In der Asien-Pazifik-Region belastete der schwächere Auftragseingang der ersten Jahreshälfte die Umsatzentwicklung, wobei China zu Wachstum zurückkehrte.

In Amerika wurden die Aktivitäten von der Handelspolitik, erfolgreichen Projekten in Brasilien und Mexiko sowie einer soliden Nachfrageentwicklung in den USA unterstützt.

Ausblick vage
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 gibt Interroll keinen konkreten Ausblick. Die Zeichen einer Marktstabilisierung hätten sich im Lauf des Jahres 2025 verbreitert und die Rückmeldungen der Kunden seien optimistischer, heisst es im Communiqué. Gleichzeitig bleibe das Makroumfeld herausfordernd und die geopolitischen Unsicherheiten könnten die Geschäftsentwicklung beeinträchtigen.

Der langfristige Trend in Richtung Automatisierung sei aber intakt, so Interroll weiter. Und das dürfte die Nachfrage nach entsprechenden Lösungen unterstützen. (awp/mc/ps)

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