Exporte gehen im Februar zurück

Exporte gehen im Februar zurück

Bern – Die Schweizer Exportwirtschaft hat im Februar nicht an den guten Jahresstart anknüpfen können. Die Ausfuhren gingen zurück – mit Ausnahme der US-Exporte.

Die Schweizer Exporte sanken im Februar 2026 saisonbereinigt nominal um 2,7 Prozent auf 22,21 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) am Donnerstag mitteilte. Real – also um Preisveränderungen bereinigt – resultierte allerdings nur ein Minus von 0,3 Prozent.

Im Vormonat hatten die Ausfuhren nominal um 1,5 und real um 7,2 Prozent zugelegt. Das Auf und Ab halte somit an, heisst es in der Mitteilung des BAZG. Insgesamt zeige sich über die letzten zehn Monate eine Seitwärtsbewegung.

Der Rückgang im Februar erfolgte auf breiter Front. Neun der zehn Warengruppen zeigten einen Rückgang. Am stärksten ins Gewicht fielen die Einbussen bei Chemie/Pharma (-3,1 Prozent), die aber immer noch knapp die Hälfte zu den gesamten Exporten beisteuern.

Rücksetzer für MEM-Industrie
Einen Rücksetzer erlitt aber auch die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Die Exporte aus diesen Bereichen gingen um 2,1 Prozent (Maschinen/Elektronik/Apparate) und 5,7 Prozent (Metalle und Metallerzeugnisse) zurück.

Ein Lichtblick waren – bei einer regionalen Betrachtung – die Ausfuhren in die USA, die um gut ein Fünftel anstiegen. Im Dezember und Januar hatten deutliche Rückgänge resultiert. Europa und Asien kauften hingegen weniger Waren aus der Schweiz.

Die Importe der Schweiz aus den USA nahmen derweil markant ab (-29 Prozent), nachdem sie im Vormonat noch in einer ähnlichen Grössenordnung angestiegen waren. Laut dem BAZG war dafür der Bereich Chemie/Pharma verantwortlich, der wegen grossen Chargenabrufen traditionell stark schwankt.

Die gesamten Importe sanken derweil im Berichtsmonat um 8,3 Prozent auf 17,76 Milliarden Franken (real -5,1 Prozent). Einfuhrseitig war es das vierte Minus in Folge, womit der Trend abwärts zeige, so das BAZG. Der Exportüberschuss in der Handelsbilanz erreichte 4,45 Milliarden Franken und lag somit um knapp eine Milliarde höher als im Vormonat. (awp/mc/ps)

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