Rubio schliesst Umleitung von Waffen in Nahen Osten nicht aus
Vaux-de-Cernay – US-Aussenminister Marco Rubio hat nicht ausgeschlossen, dass die Vereinigten Staaten für die Ukraine eingeplante Waffen auch anderweitig nutzen könnten. Wenn es einen entsprechenden Bedarf gebe, stünden die USA immer an erster Stelle, sagte er nach Gesprächen der Aussenminister der Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien (G7) bei Paris.
Dies treffe auch zu, um eigene Lager aufzufüllen oder «eine Mission im nationalen Interesse der Vereinigten Staaten zu erfüllen». Zugleich betonte Rubio, dass bislang keine Waffen umgeleitet worden seien – das schliesse aber nicht aus, dass dies künftig der Fall sein könnte.
Zuvor hatte der deutsche Aussenminister Johann Wadephul davor gewarnt, dass die Unterstützung der Ukraine wegen des Iran-Kriegs weiter bröckelt. «Es darf keine Abstriche geben, wenn es um die Aufrechterhaltung der Verteidigungsfähigkeit der Ukraine geht», sagte der CDU-Politiker. Dies würde Kremlchef Wladimir Putin nur in die Hände spielen.
Die «Washington Post» hatte unter Berufung auf mehrere nicht genannte Quellen berichtet, das Pentagon prüfe, ob Waffen, die eigentlich für die Ukraine bestimmt sind, in den Nahen Osten umgeleitet werden sollten, da der Krieg mit dem Iran Munitionsbestände des US-Militärs aufzehre. (awp/mc/pg)