Schweizer Bergbahnen mit schwachem März – Saison rückläufig
Bern – Die Schweizer Seilbahnen haben in der Wintersaison 2025/26 bis Ende März weniger Gäste verzeichnet als im Vorjahr. Dabei fiel insbesondere der März schwächer aus, wie der Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) am Mittwoch mitteilte.
Im März lagen die Ersteintritte um 11 Prozent unter dem «ausserordentlich starken» Vergleichsmonat des Vorjahres. Als Gründe nennt der Verband unter anderem die Wetterverhältnisse sowie die Lage der Sportferien, die dieses Jahr grösstenteils in den Februar gefallen seien. Der Iran-Krieg als Einflussfaktor wird in der Mitteilung nicht thematisiert.
Auch über die bisherige Saison insgesamt gibt es im Vergleich zum Winter 2024/25 einen Rückgang von 4 Prozent. Dabei zeigen sich je nach Saisonabschnitt deutliche Unterschiede. Während der Sportferienzeit zwischen Mitte Januar und Mitte März belief sich das Minus auf 2 Prozent, über die Feiertage und den Jahreswechsel lag es bei 14 Prozent.
Nur Wallis knapp auf Vorsaisonniveau
Der zunächst milde Winter stellte insbesondere kleinere und tiefer gelegene Skigebiete vor Herausforderungen. Entsprechend stark sind die Unterschiede beim Gästerückgang je nach Höhenlage der Skigebiete. Erst die Schneefälle im Februar und März hätten die Situation «spürbar entspannt».
Destinationen unter 1500 Metern verzeichneten im bisherigen Saisonverlauf ein Minus von durchschnittlich 7 Prozent, mittlere Lagen (1500 bis 2000 Meter) ein Minus von 5 Prozent und höher gelegene Gebiete über 2000 Metern ein Minus von 1 Prozent.
Auch regional ergibt sich ein uneinheitliches Bild: Während das Wallis knapp auf Vorsaisonniveau lag, verzeichneten alle anderen Regionen Rückgänge. Am stärksten war der Rückgang in der Ostschweiz mit 10 Prozent. Das Berner Oberland musste derweil ein Minus von 6 Prozent hinnehmen, Graubünden eines von 2 Prozent.
Als Einflussfaktoren nennt der Verband neben der Witterung auch die Gästestruktur. Skigebiete mit hohem Anteil an Tagesgästen hätten stärker unter ungünstigem Wochenendwetter gelitten als Destinationen mit mehr Übernachtungsgästen. (awp/mc/pg)