CH-Eröffnung: Verluste auf breiter Front – Sonova nach Zahlen stark
Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag schwach in die Sitzung gestartet. Sowohl die Vorgaben von den US-Börsen vom Freitag als auch aus Asien zum Wochenstart sind klar negativ. Dort haben enttäuschende Konjunkturdaten aus China die eh schon eingetrübte Stimmung weiter belastet. Zuletzt haben Inflationsdaten die Ängste vor steigenden Zinsen wieder angefacht, was sich in steigenden Renditen für Anleihen niedergeschlagen hat. Der rasche Ausverkauf von Staatsanleihen in wichtigen Ländern wie etwa den USA oder in Japan und der damit verbundene Anstieg der Zinsen seien derzeit die dominante Geschichte und gleichzeitig der wichtigste Treiber der Märkte, heisst es denn auch in einer Einschätzung der Onlinebank Swissquote.
Aus dem Nahen Osten gibt es derzeit kaum erfreuliche Nachrichten zu melden. Das Gipfeltreffen vor dem Wochenende zwischen den USA und China wurde insbesondere mit Blick auf den Iran-Krieg mit Enttäuschung aufgenommen. Und am Wochenende polterte US-Präsident Donald Trump erneut mit Drohungen in Richtung Iran, die Gegendrohungen folgten auf dem Fuss.
Der Leitindex SMI büsst bis um 9.10 Uhr 0,80 Prozent auf 13’100,74 Punkte ein. Innerhalb des SMI kommen auf 18 Verlierer nur 2 Gewinner. Der SMIM mit den mittelgrossen Werten fällt um 0,41 Prozent auf 2941,49 Punkte zurück und der breite SPI um 0,66 Prozent auf 18’557,00 Punkte.
Ölpreis bei über 111 US-Dollar
Der Ölpreis als Sorgenbarometer hat sich derweil übers Wochenende weiter verteuert. Derzeit liegt der Preis für ein Fass der Sorte Brent bei gut 111 US-Dollar, in der Spitze waren es gar 112 Dollar. Am Freitag notierte er mehrheitlich noch knapp unter 110 Dollar.
Die grössten Verluste erleiden aktuell Holcim (-3,7% oder -2,64 Fr.), wobei der Titel Ex-Dividende von 1,70 Fr. gehandelt wird. Am vergangenen Freitag waren die Aktien aufgrund der sich verstärkenden Konjunktursorgen bereits um über 5 Prozent eingebrochen.
Weitere baunahe Werte wie Amrize (-1,8%), Geberit (-1,8%) oder Sika (-1,1%) werden ebenfalls verkauft.
Nach unten geht es auch für die Schwergewichte Nestlé (-0,9%) und – wenn auch moderat – Roche (-0,3%), welche am Freitag den Gesamtmarkt noch gestützt hatten.
Gegen den Trend legen dafür Sonova (+4,0%) im SLI zu. Der Hörsystemhersteller hatte am Morgen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 vorgelegt. Analysten finden überwiegend wohlwollende Worte. Gelobt werden unter anderem die weiteren Marktanteilsgewinne bei den Hörgeräten. (awp/mc/pg)