US-Eröffnung: Vorsichtiger Optimismus vor heutigem SpaceX-Börsengang

US-Eröffnung: Vorsichtiger Optimismus vor heutigem SpaceX-Börsengang
(Adobe Stock)

New York – Vor dem am heutigen Freitag anstehenden SpaceX -Börsengang herrscht an den US-Börsen vorsichtiger Optimismus. Als anhaltende Kursstütze nach dem starken Vortag erwies sich die Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten.

Eine Stunde nach Handelsbeginn stieg der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,42 Prozent auf 51.064 Punkte. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,24 Prozent auf 7.412 Punkte. Für den vortags besonders starken, technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,25 Prozent auf 29.519 Punkte hoch. Ihm halfen die erneut starken Halbleiterwerte. Allerdings schob die Erwartung, dass Anleger im Tech-Sektor massiv von gut gelaufenen Titeln in SpaceX umschichten werden, einem stärkeren Indexanstieg einen Riegel vor.

Der Börsengang des Raumfahrt-, Satelliten- und KI-Unternehmens von Tesla -Chef Elon Musk wird der grösste der Geschichte sein. SpaceX verkaufte rund 555,6 Millionen Aktien zum Ausgabepreis von 135 US-Dollar und nahm damit 75 Milliarden Dollar ein. Das Unternehmen kommt damit auf eine Bewertung von 1,77 Billionen Dollar und ist aus dem Stand mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta. Eine Indikation für den ersten Kurs liegt bei gut 168 Dollar und damit knapp 25 Prozent über dem Ausgabepreis.

US-Präsident Donald Trump stellte ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht. Der Iran sprach nach einem anfänglichen Dementi ebenfalls von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss, ähnlich der Vermittlerstaat Pakistan. Dass Trump sich zuletzt auf seiner Online-Plattform Truth Social über eine unzutreffende iranische Darstellung der Verhandlungsergebnisse sowie eine iranische Drohnenattacke auf indische Schiffe in deMeeresstrasse von Hormus beschwerte, liess die Aktienanleger ebenso kalt wie die sinkenden Ölpreise.

Der Hype um SpaceX schob die Aktien anderer Unternehmen mit Bezug zu Raumfahrt und Satelliten nur vorbörslich durch die Bank an. Nach dem Handelsstart ging die Kursentwicklung auseinander. Während Firefly , Rocket Lab , MDA Space und Redwire bis zu 11,5 Prozent einbüssten, ging es für Viasat und Astera Labs um 3,3 beziehungsweise 2 Prozent hoch.

Aus dem erneut starken Halbleitersektor stachen unter anderem Arm Holdings und AMD mit Kursaufschlägen von 8,8 und 5,5 Prozent heraus. Analyst Atif Malik von der Citigroup sieht den Chipkonzern AMD schon länger als Profiteur der starken Nachfrage nach Hauptprozessoren (CPU) im Zuge des KI-Booms und rät nun zum Kauf. AMD könnte auch im Bereich der Grafikprozessoren (GPU) durchstarten. Es bestehe die Chance, den Löwenanteil des Bedarfs von Meta abzugreifen.

In die andere Richtung mit minus 6,4 Prozent ging es für die Aktien des Softwarekonzerns Adobe . Mit dem Weggang des Finanzchefs überschattete ein weiterer Managementwechsel den Quartalsbericht. Auch das gesenkte Ziel für die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) lastete auf der Stimmung. (awp/mc/pg)

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