Bundesökonomen erwarten wegen Ölpreisschub leicht tieferes Wachstum

Bundesökonomen erwarten wegen Ölpreisschub leicht tieferes Wachstum
(Bild: Adobe Stock)

Bern – Die Schweizer Wirtschaft dürfte sich laut den Ökonomen des Bundes etwas schlechter entwickeln als bislang erwartet. Der Grund ist der stark gestiegene Ölpreis.

Für 2026 prognostiziert die Expertengruppe des Bundes neu ein Wachstum des realen Bruttoinlandprodukts (BIP, sporteventbereinigt) von 0,9 Prozent nach bislang 1,0 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mitteilte. Die Prognose für 2027 wurde ebenfalls leicht gesenkt, auf 1,6 von 1,7 Prozent.

Der Grund für die Revision sind die Ölpreise, die wegen des Iran-Kriegs in die Höhe geschossen sind. Konkret basieren die Prognosen auf einem Erdölpreis von 93,50 US-Dollar im laufenden und 80,50 Dollar im kommenden Jahr. Die höheren Energiepreise trübten die globalen Konjunkturaussichten, schreibt das Seco.

Umgekehrt bestehe die Möglichkeit, dass sich die Weltwirtschaft aufgrund eines schnellen Rückgangs der Erdölpreise günstiger entwickelt als erwartet, wird im Communiqué eingeräumt. Aktuell notiert der Ölpreis – wegen der Aussicht auf Frieden im Nahen Osten – wieder unter der Marke von 80 Dollar.

Bei der Inflation erwarten die Ökonomen des Bundes 2026 und 2027 einen Wert von 0,6 Prozent, was leicht über den bisherigen Prognosen ist. Dies bremse die Konsumausgaben, heisst es weiter. (awp/mc/ps)

Seco

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