BMW-Absatz sinkt im zweiten Quartal um 4,9 Prozent – Auch Audi-Verkäufe sinken

BMW-Absatz sinkt im zweiten Quartal um 4,9 Prozent – Auch Audi-Verkäufe sinken
BMW-Konzernchef Oliver Zipse. (Foto: BMW)

München – Einbrechende Verkäufe in China haben beim Autobauer BMW im zweiten Quartal zu sinkenden Absatzzahlen geführt. In den vergangenen drei Monaten lieferte der Münchner Konzern 590’962 Autos aus. Das waren 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie BMW weiter mitteilt. Vor einem Jahr hatte BMW für das zweite Quartal noch einen leicht steigenden Absatz vermeldet. Auch Audi hat im zweiten Quartal erneut weniger Autos verkauft.

Vor allem in China lief es sehr schlecht – mit dem dortigen Markt hatte BMW jüngst auch seine deutliche Gewinnwarnung begründet. Der Absatz sackte um 30 Prozent auf 117’815 Autos ab. Auch der Rest Asiens lief eher schlecht. Das konnten auch Zuwächse um 5,4 Prozent auf 260’173 Autos in Europa und um 9,5 Prozent auf 134’405 Autos in den USA nicht ausgleichen.

Bei den Konzernmarken zeigte sich vor allem Mini stark. Hier gab es ein Plus von 17 Prozent auf 81’035 Autos. Die Kernmarke schwächelte dagegen mit meinem Minus von 7,7 Prozent auf 508’675 Autos.

Im Vergleich zu seinen beiden grossen deutschen Konkurrenten Mercedes und Audi liegt BMW mit den aktuellen Zahlen etwas besser. Mercedes hatte am Mittwoch für das zweite Quartal einen Rückgang um 6 Prozent auf 511’900 Autos gemeldet, Audi aktuell einen Rückgang um gut 8 Prozent auf 367’139.

«Trotz weltweiter Herausforderungen konnten wir in den USA und Europa unseren Absatz steigern», sagt Vertriebsvorstand Jochen Goller. Für den neuen iX3 Klasse sei man auf Kurs für 100’000 Auftragseingänge.

Verkäufe von VW-Tochter Audi sinken weiter
Auch Audi hat im zweiten Quartal erneut weniger Autos verkauft. Die Auslieferungen der VW-Tochter sanken um 8,2 Prozent auf 367’139 Fahrzeuge, wie das Unternehmen mitteilte. Vor allem in China und den USA läuft es schlecht. Audi setzt damit seinen Abwärtstrend beim Absatz fort. Noch im zweiten Quartal 2023 hatte der Teilkonzern fast eine halbe Million Autos ausgeliefert. Seither ging es nun dreimal klar nach unten.

«Das Marktumfeld in China ist weiterhin anspruchsvoll und hoch wettbewerbsintensiv», heisst es vom Ingolstädter Autobauer. «Seit Jahresbeginn haben Faktoren wie die Änderungen in der Förder- und Steuerpolitik, steigende Kraftstoffpreise und der anhaltende Preiswettbewerb die Nachfrage im Gesamtmarkt belastet.»

Immerhin weisen die Auftragseingänge in Westeuropa nach oben: Sie lagen 7 Prozent über dem Vorjahreszeitraum und setzten damit ihren Wachstumskurs fort. Besonders beliebt waren die Modelle Audi Q3 und Audi A6 e-tron. (awp/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert