Leonteq schreibt im ersten Halbjahr Gewinn und bestätigt Jahresziele

Leonteq schreibt im ersten Halbjahr Gewinn und bestätigt Jahresziele
Leonteq-CEO Christian Spieler. (Bild: Leonteq)

Zürich – Der Derivate-Spezialist Leonteq hat im ersten Halbjahr 2026 wie angekündigt die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Das Unternehmen steigerte den Reingewinn gegenüber dem Vorjahr und profitierte von höheren Kommissions- und Dienstleistungserträgen sowie einem deutlich tieferen Kostenniveau. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte die Gesellschaft.

Der Betriebsertrag sank gegenüber dem starken Vorjahreswert um 10 Prozent auf 111,6 Millionen Franken. Dabei legten die Kommissions- und Dienstleistungserträge dank einer höheren Kundenaktivität um 10 Prozent auf 96,8 Millionen zu, wie es weiter heisst. Das Handelsergebnis fiel dagegen mit 13,4 Millionen Franken deutlich tiefer aus als im Vorjahressemester, das von einer aussergewöhnlich hohen Marktvolatilität geprägt gewesen war.

Tiefere Kosten
Der Geschäftsaufwand verringerte sich infolge des vor einem Jahr eingeleiteten Sparprogramms um 10 Prozent auf 99,2 Millionen Franken. Der Gewinn vor Steuern belief sich auf 12,2 Millionen Franken und unter dem Strich stieg der Konzerngewinn um 37 Prozent auf 12,7 Millionen Franken. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag per Ende Juni bei 16,5 Prozent verglichen mit 16,9 Prozent per Ende 2025.

Im Vergleich mit den Analystenerwartungen hat Leonteq beim Betriebsertrag, beim Gewinn vor Steuern und beim Reingewinn die Schätzungen übertroffen, während die Betriebskosten etwas höher ausfielen als vom Konsens erwartet.

Operativ verzeichnete Leonteq in allen Regionen Wachstum. Das Transaktionsvolumen nahm um 10 Prozent auf 15,9 Milliarden Franken zu. Besonders stark entwickelte sich die Region Asien und Naher Osten, wo die Kommissions- und Dienstleistungserträge um 57 Prozent zunahmen. Zudem wuchs das Retail-Flow-Geschäft in der Schweiz deutlich, während die Einführung des Angebots in Deutschland vorbereitet wird.

Ausblick bestätigt
Für das Gesamtjahr bestätigt Leonteq die Prognose eines positiven Vorsteuergewinns bei einem Geschäftsaufwand von rund 200 Millionen Franken. Zudem hält der Verwaltungsrat an der Absicht fest, Anfang 2027 ein Aktienrückkaufprogramm zu starten, sofern die CET1-Kapitalquote nachhaltig deutlich über 15 Prozent liegt. Geprüft werde eine Gesamtausschüttung an die Aktionäre in Höhe des Konzerngewinns 2026, heisst es.

Bereits Mitte Juni konnte Leonteq sämtliche regulatorischen Altlasten abschliessen. Mit dem Abschluss der Untersuchungen in der Schweiz, Deutschland und Frankreich wurden sämtliche Geschäftsbeschränkungen aufgehoben. (awp/mc/ps)

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