Neue Air Force One hält Boeing tief in der Verlustzone
Alrington – Weitere Mehrkosten für den nächsten Präsidenten-Jet Air Force One haben den kriselnden Flugzeugbauer Boeing auf seinem Erholungskurs zurückgeworfen. Im zweiten Quartal blieb der US-Konzern auch deshalb tief in den roten Zahlen. Allerdings lag der Verlust mit 428 Millionen US-Dollar etwa 30 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, wie Boeing am Dienstag in Arlington mitteilte. Und im Tagesgeschäft sprudelten die Einnahmen dank gestiegener Flugzeug-Auslieferungen unerwartet stark.
So erzielte Boeing einen bereinigten freien Barmittelzufluss von 631 Millionen Dollar nach einem Abfluss von 200 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten damit gerechnet, dass der Konzern auch diesmal wieder Geld verbrennen würde.
Doch für den Hersteller zahlte sich aus, dass er deutlich mehr Passagier- und Frachtflugzeuge auslieferte. So stieg der Umsatz im Jahresvergleich um acht Prozent auf 24,6 Milliarden Dollar und übertraf damit die durchschnittlichen Erwartungen von Branchenexperten. Allerdings schlugen Entwicklung und Bau der neuen Air Force One für den US-Präsidenten mit weiteren 280 Millionen Dollar teuer zu Buche. (awp/mc/ps)