AKB schreibt im Halbjahr tieferen Gewinn

AKB schreibt im Halbjahr tieferen Gewinn
Hauptsitz der AKB in Aarau. (Foto: AKB)

Aarau – Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat im ersten Halbjahr 2026 das Tiefzinsumfeld zu spüren bekommen und weniger verdient. Gleichzeitig steigerte sie die Hypothekarausleihungen deutlich.

Der Geschäftserfolg als Mass der operativen Leistung sank im Jahresvergleich um 5,4 Prozent auf 118,5 Millionen Franken, wie die AKB am Donnerstag mitteilte. Nach einer etwas geringeren Reservenbildung als noch im Vorjahr resultierte ein leichter Rückgang des Halbjahresgewinns um 2,1 Prozent auf 101,4 Millionen.

Tiefere Zinserträge
Die Kantonalbank erwirtschaftete insgesamt einen um 1,5 tieferen Geschäftsertrag von 244,1 Millionen Franken. Klar rückläufig war insbesondere das Zinsengeschäft (Netto-Erfolg -7,3% auf 167,5 Mio). Die AKB verweist auf den hohen Anteil Saron-basierter Geldmarkthypotheken, die wegen des tieferen Leitzinses zu einem deutlichen Rückgang der Zinserträge geführt hätten. Dazu kamen Wertberichtigungen auf gefährdeten Kreditpositionen von 4,9 Millionen.

Bei den Ausleihungen setzte die AKB das Wachstum mit einem Plus im Halbjahr von 3,2 Prozent auf 30,0 Milliarden Franken fort. Die Hypothekarforderungen legten dabei mit 3,0 Prozent zu. Auf der Gegenseite der Bilanz erhöhten sich die Kundengelder um 2,5 Prozent auf 27,4 Milliarden.

Hohe Kommissionerträge
Erfreulich lief einmal mehr das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+16,1% auf 55,9 Mio). Dieses profitierte von einem starken Wachstum bei den Wertschriftenbeständen der Kundinnen und Kunden. Leicht rückläufig entwickelte sich das Handelsgeschäft (-0,6% auf 15,8 Mio).

Die Kosten legten derweil leicht zu (+1,0% auf 122,1 Mio). Treiber waren die Personalkosten, während der Sachaufwand nur leicht über dem Vorjahreswert ausfiel. Das Kosten-Ertragsverhältnis verschlechterte sich in der Folge um 1,2 Prozentpunkte auf 50,0 Prozent.

Gehaltenes Gesamtjahr
Insgesamt zeigt sich AKB-Chef Dieter Widmer in der Mitteilung mit dem Ergebnis zufrieden. Man habe die Ertragsausfälle wegen dem Tiefzinsumfeld mehrheitlich kompensieren können. Für das Gesamtjahr 2026 wird ein Ergebnis «mindestens auf Vorjahreshöhe» erwartet. (awp/mc/ps)

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