CH-Eröffnung: ..SMI seitwärts – Defensive stützen

CH-Eröffnung: ..SMI seitwärts – Defensive stützen
(Adobe Stock)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag mehr oder weniger unverändert in den letzten August-Handelstag gestartet. Die gestiegenen US-Zins-Erwartungen und der höhere Ölpreis seien zwar Belastungsfaktoren, meinen Börsianer. Die vielen defensiven Titel an der Schweizer Börse stützen aber den Markt.

Das Notenbanker-Treffen von Jackson Hole vom Freitag wire noch nach, meinen Händler. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh habe die Märkte auf eine steigende Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung im September vorbereitet. «Wir waren bisher der Ansicht, dass eine Zinserhöhung vor den US-Zwischenwahlen unwahrscheinlich sei», meint stellvertretend Bank-Syz-Chefökonom Reto Cueni. Nun halte er einen Zinsschritt im September für wahrscheinlicher als die Beibehaltung des Status quo. Auch am Terminmarkt ist die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung inzwischen von klar unter 50 auf knapp 60 Prozent gestiegen.

Abgesehen davon eskaliert der Nahost-Konflikt wieder. Erstmals seit Ende Juli griffen die US-Streitkräfte Ziele im Iran, und dieser reagierte mit Gegenschlägen. In der Folge stieg der Ölpreis leicht an. Ein Fass der Sorte Brent kostet wieder etwas mehr als 90 US-Dollar.

Der SMI steht um 09.15 Uhr 0,05 Prozent höher bei 14’407,26 Punkten. Der Mid-Cap-Index SMIM sinkt hingegen um 0,28 Prozent auf 3325,22 und der breite SPI um 0,05 Prozent auf 20’259,51 Zähler.

Von den 20 Blue Chips notiert gut die Hälfte im Plus, die Ausschläge halten sich allerdings mit -0,7 bis +1,1 Prozent in Grenzen. Eine Stütze für den Markt sind Novartis und Nestlé, die um 0,2 rsp. 0,3 Prozent anziehen. Auch andere defensive Titel sind im Plus. Ausnahme sind Roche (-0,7%).

Von der Spitze grüssen derweil Kühne+Nagel (+1,1%), die von den neuerlichen Nahosteskalation profitieren dürften. Gefragt sind auch Richemont (+0,5%) nach guten Konjunkturdaten aus dem wichtigen Markt China.

Auf der anderen Seite geben UBS (-0,3%) im Vorfeld der Sitzung der zuständigen Ständerats-Kommission zur künftigen Regulierung nach.

Auch am breiten Markt gibt es kaum News. Zahlen vorgelegt hat einzig die Immobilienfirma Varia US (-1,1%). Analystenkommentare, etwa zum Flughafen Zürich (+1,2%) und Barry Callebaut (+1,5%), sorgen ausserdem für etwas Bewegung. (awp/mc/ps)

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