Devisen: Franken schwächt sich ab

Devisen: Franken schwächt sich ab
(KI-generiert)

Zürich – Der Franken steht am Freitag unter Druck. Nach der Leitzinserhöhung durch die EZB und vor den für das Fed wichtigen US-Inflationszahlen gibt der Franken sowohl zum Dollar als auch zum Euro nach.

Die europäische Gemeinschaftswährung kostet gegen Mittag 0,9451 Franken und steigt damit auf ein neues 52-Wochen-Hoch. Am frühen Morgen wurde der Euro noch zu 0,9440 Franken gehandelt. Auch gegenüber dem US-Dollar notiert der Schweizer Franken mit 0,8147 etwas tiefer als am frühen Morgen (0,8130).

Der Euro hat zum US-Dollar am Vormittag leicht an Terrain eingebüsst und wird derzeit zu 1,1600 nach 1,1611 am frühen Morgen gehandelt. Nach der erwarteten EZB-Zinserhöhung am Vortag hatte der Euro bereits etwas nachgegeben und war zeitweise bis an die Marke von 1,16 US-Dollar gefallen.

US-Inflation im Blick
Auch in den USA stiegen die Preise an den Tankstellen zuletzt wieder kräftig, und daher würden die anstehenden US-Konsumentenpreise mit grosser Aufmerksamkeit verfolgt, schreiben die Experten der Helaba in einem Kommentar. Insbesondere gelte dies, weil die Markterwartungen bezüglich der Zinsentscheidung der US-Notenbank in der nächsten Woche noch uneinheitlich sind.

Die Fed-Sitzung in der nächsten Woche verspreche einige Spannung, schreibt die Commerzbank. Sollten die anstehenden Konsumentenpreisdaten schlecht ausfallen, würde das Fed die Zinsen wohl erhöhen müssen, um ihre Glaubwürdigkeit zu sichern, hiess es. Die Experten rechnen allerdings damit, dass die Daten ein Stillhalten ermöglichen, wobei wieder einige Gegenstimmen zu erwarten seien.

Bei der SNB erwarten die Marktteilnehmer derweil weiterhin keine Leitzinsanpassungen, weshalb der Franken aufgrund der Zinsunterschiede zuletzt unter Druck stand. (awp/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert