Schweizer Uhrenexporte im August weiter gestiegen
Biel – Die Schweizer Uhrenexporte sind im August gestiegen. Damit geht der Steigflug weiter. Allerdings hatte der diesjährige August einen Arbeitstag mehr als der August 2025.
Insgesamt stiegen die Uhrenexporte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,1 Prozent auf 1,79 Milliarden Franken, wie der Uhrenverband FH am Donnerstag mitteilte. Im Juli hatten sie mit einem Plus von 9,6 Prozent noch einen Hauch stärker zugelegt.
Damit sind die Uhrenexporte seit Jahresbeginn um 1,7 Prozent geklettert. Das sei das erst Mal seit zwei Jahren, dass die Bilanz nach 8 Monaten positiv sei, schrieb der Verband. Mit 17,24 Milliarden sei die Marke von 17 Milliarden geknackt worden. Das war letztmals 2024 der Fall.
Absturz in den USA
Matchentscheidend für die Bewegungen in der Uhrenexportstatistik ist vor allem der grösste Absatzmarkt USA. Dort gab es einen argen Rückschlag trotz eines vorteilhaften Basiseffekts im Vorjahresvergleich. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten brachen im August um 19,4 Prozent auf 197,5 Millionen Franken ein. Damit wurde das kräftige Wachstum gestoppt. Im Vormonat waren die Exporte noch um über ein Viertel in die Höhe geschossen.
Im Gegensatz dazu verzeichneten die anderen Hauptmärkte mehr oder weniger deutliche Zuwächse, wie der Verband schrieb. Grossbritannien schob sich mit einem Plus von 46,1 Prozent auf 164,7 Millionen Franken näher an Spitzenreiter USA heran.
Und nach Frankreich sprangen die Exporte gar um mehr als das Doppelte auf 157,3 Millionen Franken in die Höhe. Diese Situation sei atypisch, schrieb der Verband. Es könnte sich um einen Wechselwirkungseffekt zu Lasten anderer europäischer Länder handeln. Bereits im Mai, Juni und Juli hatte Frankreich stark zugelegt, da sich das Land als Logistikdrehscheibe etabliert hatte.
Zweistellige Zuwächse gab es auch in Japan (+22,1 Prozent) und China (+15,8 Prozent). Auch Hongkong (+1,4 Prozent) und Singapur (+8,5 Prozent), Deutschland (+34,0 Prozent) und die Vereinigten Arabischen Emirate (+6,1 Prozent) verzeichneten allesamt Zuwächse. Sie hätten von einem günstigen Basiseffekt profitiert, hiess es. Italien sei dagegen mit einem Absturz von 40,4 Prozent die Ausnahme.
Günstige Uhren sehr gefragt
Bei den Preiskategorien kletterten vor allem die Exporte von günstigen Uhren von weniger als 200 Franken um +13,3 Prozent. Am zweitstärksten entwickelten sich die teuren Uhren mit einem Preis von über 3000 Franken (+10,2 Prozent). Die Uhren mit einem Preis von 200 bis 500 Franken legten um 6,1 Prozent zu. Die Ausnahme waren dagegen die Uhren mit einem Preis zwischen 500 und 3000 Franken. Hier gab es einen leichten Rückgang von 0,9 Prozent. (awp/mc/pg)