Ethikpreis Wirtschaft & Technik: Reflexionsfähigkeit als Schlüsselkompetenz
Berlin – Der Ethikverband der deutschen Wirtschaft e.V. vergibt erstmals den „Ethikpreis Wirtschaft & Technik“. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Stärkung der ethischen Reflexionsfähigkeit an der Schnittstelle von Wirtschaft, Technologie und Gesellschaft. Die fünfköpfige Jury, die sich aus Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Forschung zusammensetzt, prämiert Bachelorarbeiten mit hoher wissenschaftlicher Qualität, innovativer Fragestellung, klarer Praxisrelevanz sowie fundierter ethischer Reflexion. Teilnahmeberechtigt sind Absolventinnen und Absolventen deutschsprachiger Hochschulen.
Über die Vergabe des Ethikpreises entscheidet eine interdisziplinär besetzte Jury, die unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft, Wirtschaft und unternehmerischer Praxis zusammenführt. Ihr gehören Prof. Dr. Irina Kummert, Präsidentin des Ethikverbands der deutschen Wirtschaft, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Grün, Vizepräsident und Mitgründer des Verbands, Claudia Hillenherms, Vorständin der NRW.BANK, Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), sowie Thomas Hoppe, Bundesvorsitzender von DIE JUNGEN UNTERNEHMER, an.
Damit fliessen in die Vergabe des Preises unterschiedliche Sichtweisen auf technologische Innovation, wirtschaftliche Praxis und gesellschaftliche Relevanz ein. Das Konzept ist zugleich auf Kontinuität und Nachwuchsförderung angelegt: Künftig soll die Gewinnerin oder der Gewinner des ersten Preises im Folgejahr selbst der Jury angehören. So wird die Perspektive des wissenschaftlichen Nachwuchses unmittelbar in die weitere Entwicklung des Ethikpreises einbezogen.
„Ethik beginnt nicht mit Antworten, sondern mit Fragen. Sie hilft uns zu verstehen, welche Interessen Entscheidungen prägen, wo Zielkonflikte entstehen und warum das vermeintlich Richtige selten so eindeutig ist, wie es zunächst erscheint. Gerade bezogen auf Wirtschaft und Technologie brauchen wir deshalb Menschen, die solche Zusammenhänge erkennen, unterschiedliche Perspektiven reflektieren und zu begründeten Urteilen kommen. Diese Fähigkeit wollen wir bereits im Studium fördern“, sagt die Jury-Vorsitzende und Präsidentin des Ethikverbandes Prof. Dr. Irina Kummert.
Die eingereichte Bachelor-Arbeit muss wirtschafts- und/oder technikethische Fragestellungen behandeln, höchstens zwei Jahre alt sein und mit mindestens 1,5 bewertet worden sein. Die Einreichungsfrist beginnt am 1. November und endet am 15. Dezember dieses Jahres. Die besten Arbeiten werden mit Geldpreisen bis zu 2.000 Euro dotiert und haben gute Aussichten, publizistisch verwertet zu werden.
Die Jury nimmt Bewerbungen unter der E-Mail-Adresse bewerbung_ethikpreis@ethikverband.de entgegen. (EVW/mc/ps)