CH-Verlauf: SMI hält sich dank defensiven Werten knapp im Plus

CH-Verlauf: SMI hält sich dank defensiven Werten knapp im Plus
(KI-generiert)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt behauptet sich am Dienstag gegen Mittag knapp im Plus. Halt geben dem Leitindex vor allem defensive Schwergewichte. Für Gegenwind sorgen dagegen die anhaltende Schwäche im Technologiesektor sowie wieder steigende Ölpreise.

Die internationalen Vorgaben bleiben insbesondere für Technologiewerte belastend. Nach den deutlichen Verlusten bei US-Techwerten gerieten auch die Börsen in Südkorea und Taiwan kräftig unter Druck. Zusätzliche Zurückhaltung löste Apple mit einem enttäuschenden Margenausblick aus. Mit Pfizer und AMD bleibt auch die amerikanische Berichtsagenda gut gefüllt. Daneben stehen die US-Zwischenwahlen sowie neue Arbeitsmarktdaten im Fokus.

Für zusätzliche Nervosität sorgt die Lage im Nahen Osten. Medienberichten zufolge hat das US-Militär erneut Ziele im Iran angegriffen. An den meisten Börsen zeige sich bereits das klassische Muster aus steigenden Ölpreisen und fallenden Aktienkursen, heisst es in einem Marktkommentar. Brent verteuert sich gegenüber dem Vortag um rund 1,5 Prozent auf 106,50 Dollar je Fass.

Der Leitindex SMI steht gegen 11.00 Uhr um 0,09 Prozent höher bei 14’816,35 Punkten. Der weniger von den Schwergewichten geprägte Mid-Cap-Index SMIM gibt dagegen um 0,23 Prozent auf 3223,49 Punkte nach, der SPI notiert mit +0,04 Prozent auf 20’875,25 Punkte leicht im Plus.

Schwergewichte stützen
Gestützt wird der SMI vor allem von Novartis (+1,2%), aber auch die Schwergewichte Roche (+0,3%) und Nestlé (+0,1%) notieren etwas fester. Die defensiven Versicherungswerte Swiss Re, Zurich und Swiss Life halten sich ebenfalls im Plus.

Am deutlichsten unter Druck stehen derweil Geberit (-3,3%) nach Quartalszahlen. Analysten werten diese zwar als solide, nach dem starken Lauf der vergangenen Wochen kommt es jedoch zu Gewinnmitnahmen. Mit Sika (-1,7%) notiert auch ein weiterer Bauwert klar tiefer.

Galderma (-1,4%) wiederum werden vom überraschenden Abgang des Finanzchefs belastet, der am Montagabend bekannt geworden war. Lonza (-0,2%) reagieren dagegen kaum auf den angekündigten Ausbau des US-Geschäfts.

Berichtssaison sorgt für Impulse
Auch in der zweiten Reihe sind defensive Werte gefragt. Swisscom und Galenica (je +1,2%) zählen zu den stärkeren Titeln. Technologiewerte tun sich dagegen weiterhin schwer. Im Halbleiterbereich stehen etwa VAT (-1,3%) und AMS Osram (-3,1%) unter Druck. Bereits in der Vorwoche hatte die nachlassende KI-Euphorie Gewinnmitnahmen ausgelöst.

Nach Zahlen geraten Clariant (-4,8%) deutlich unter Druck. Das Unternehmen schnitt beim Umsatz zwar etwas besser als erwartet ab, die Margenentwicklung blieb jedoch hinter den Prognosen zurück. Auch Bajaj Mobility (-9,4%) werden verkauft. Seit Jahresbeginn steht bei den Titeln allerdings weiterhin ein Kursplus von rund 150 Prozent zu Buche.

Einen Kurssprung vollführen dagegen Burckhardt Compression (+11,8%). Der Industriekonzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2026/27 einen stärker als erwarteten Auftragseingang und bestätigte die Ziele für das Gesamtjahr.

Zuletzt schwache Titel erholen sich
Ebenfalls weit oben auf den Einkaufszetteln stehen einige Titel, die zuletzt deutlich unter Druck gestanden hatten. Arbonia (+4,2%), Aryzta (+1,2%), Cembra (+1,8%) und Rieter (+2,8%) holen einen Teil ihrer jüngsten Verluste wieder auf.

Basilea (+1,9%) profitieren von einer Meilensteinzahlung für das Antimykotikum Cresemba. Derweil geben Sonova (-3,2%) nach einer Abstufung durch UBS auf «Neutral» klar nach. Auch DSM-Firmenich (-2,0%) gehören im Vorfeld der Quartalszahlen zu den Verlierern. (awp/mc/ps)

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