Andermatt Swiss Alps weiter in der Aufbauphase

Samih Sawiris
Samih Sawiris, VRP Andermatt Swiss Alps AG, anlässlich der Grundsteinlegung zum Apartmenthaus "Alpenrose". (Foto: Andermatt Swiss Alps AG)

Andermatt – Das Feriendorfprojekt des ägyptischen Investors Samih Sawiris in Andermatt befindet sich weiterhin in der Aufbauphase. 2017 sei ein „enormes“ Bauvolumen bewältigt worden, zudem wurden für die Skigebietsverbindung Andermatt-Sedrun drei neue Bahnen und zugehörige Stationen, Pisten und Beschneiungsanlagen erstellt. Und auch im laufenden Jahr sollen neue Hoteleröffnungen sowie Appartementhäuser dazukommen.

Durch die hohen Kosten für Infrastruktur und die Fertigstellung der Immobilien schloss Andermatt Swiss Alps das Jahr wie erwartet mit einem Verlust ab. Seit Projektbeginn wurden insgesamt rund 900 Mio CHF investiert. Mit 29,8 Mio CHF fiel der Fehlbetrag aber kleiner aus als noch im Vorjahr, als ein Minus von 36,1 Mio CHF in den Büchern stand. Der Umsatz ging indes um 10% auf 72,6 Mio zurück, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Hotel Chedi und Skiarena steigern Umsatz
Derweil seien per Ende 2017 über zwei Drittel aller Wohnungen in den fertiggestellten Apartementhäusern verkauft. Die Auslastung der vermieteten Ferienwohnungen lag bei 47%. Das Hotel „The Chedi Andermatt“ war 2017 während elf Monaten geöffnet und erzielte eine Gesamtauslastung von 54% nach 39% im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 17% auf 22,4 Mio CHF. Insgesamt übernachteten knapp 15% mehr Gäste in dem Luxushotel.

Auch die SkiArena legte beim Gesamtumsatz um knapp 7% zu, die Zahl der Skierdays stieg in der Saison vom 1. Oktober 2017 bis zum 31. März um gut 4%. Meteorologisch sei die Saison 17/18 zwar anspruchsvoll gewesen, insgesamt blickt das Unternehmen aber auf einen positiven Winter. Die Einführung eines dynamischen Preismodells habe zu einem um 40% höheren Durchschnittsertrag gegenüber dem letzten Skiwinter geführt. Die Saison laufe noch bis zum 21. Mai.

Weitere Grossprojekte
Auch im laufenden Jahr werden weitere Grossprojekte in Andermatt angegangen. So soll der künftige Hauptbau Nord am Bahnhof auf 9’000 Quadratmetern Wohnungen und Gewerberäume beherbergen. 2018 stehe zudem die Übergabe der Wohnungen im Apartementhaus Alpenrose an, für die Häuser „Fuchs“ und „Eisvogel“ soll der Baustart erfolgen.

Im Herbst sollen dann das Hotel Radisson Blu Andermatt sowie die Gotthard Residences eröffnet werden. Im Sommer wird die letzte Etappe zur vollständigen Verbindung der Skigebiete Andermatt und Sedrun mit der Gondelbahn Oberalppass-Schneehüenerstock erstellt. (awp/mc/ps)

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