Artur P. Schmidt: Auf dem Weg in die Mad-Max-Gesellschaft

Mad Max

Das Massaker in Norwegen hat aufgezeigt, dass die Gewaltbereitschaft auch in den modernen Industriegesellschaften immer weiter anwächst. Ein Grundproblem hierbei ist nach Ansicht von Moneycab-Kolumnist Arthur P. Schmidt die Konditionierung des Einzelnen durch Drogen, Medikamente und Massenmedien.

Von Artur P. Schmidt

Der Profit heiligt alle Mittel
Aaron Russo hatte Recht, als er in seinem Film «Mad as Hell» die staatliche Regulationsmacht über die alternative Medizin und den Drogenkrieg kritisierte. So wird beispielsweise in Zürich 3 Mal mehr gekokst als bisher angenommen wurde (http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Zuercher-konsumieren-19000-Linien-Koks/story/13528044). Eine die Drogen zulassende Politik und eine vom Staat kontrollierte Medizin erlauben es die Bürger durch Psychopharmaka derart zu dopen, dass Sie ihren eigenen Willen verlieren. So zeigt sich beispielsweise bei Cannabis (Marihuana und Haschisch) eine deutliche Zunahme der Nutzung in allen Altersgruppen (ausser den 15 bis 19-Jährigen) in den Jahren 1997 bis 2007 (http://www.sucht-info.ch/infos-und-fakten/cannabis/konsum/).  Kein Wunder also, dass es immer mehr Ausflipper und krankhafte Verhaltensweisen gibt. Psychopathen sind das Resultat einer gewinnorientierten Pharmaindustrie, die ohne Rücksicht auf Verluste Medikamente auf den Markt wirft, deren Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Substanzen verheerende Konsequenzen nach sich ziehen können, wenn diese die Persönlichkeitsstruktur von Menschen verändern. Je abhängiger jemand wird, desto einfacher kann er manipuliert werden. Die schlimmste Form der Abhängigkeit kann bei Drogen und Medikamenten entstehen, da diese oftmals zu immer grösseren Dosierungen bei den Betroffenen führen,  insbesondere wenn sie aus der Wirklichkeit entfliehen wollen. In den letzten Jahrzehnten hat sich fast unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit eine ständig ansteigende Abhängigkeit der Bürgers von Medikamenten vollzogen. Oftmals werden Patienten durch medizinische Eingriffe dauerhaft von bestimmten Medikamenten abhängig. Die Pharmaindustrie forciert ihre Anstrengungen, um immer mehr  Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Abnehmpillen, Verdauungspräparate und Psychopillen wie Prozac in Umlauf bringen zu können.

Totale Kontrolle der Medizin
Laut John Virapen, einem ehemaligen Pharmamanager, der ausgepackt hat, wenden Pharmakonzerne 35’000 Euro pro Jahr und pro niedergelassenen Arzt auf, um den Arzt dazu zu bringen, ihre Produkte den Patienten zu verschreiben. Mit einer gezielten Lobbyarbeit werden anerkannte Wissenschaftler und Ärzte bestochen, um über Medikamente mit sogar tödlichen Nebenwirkungen positiv zu berichten und Bedenken zu zerstreuen. Wenn man dann noch weiss, dass etwa drei Viertel  der führenden Wissenschaftler in der Medizin von der Pharmaindustrie bezahlt werden, dann hat man das perfekte System für die Manipulation und Kontrolle der Endverbraucher etabliert. Besonders kriminell ist jedoch, dass die Pharmaindustrie zunehmend Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen als Zielgruppe ausgesucht hat. Je früher die Abhängigkeiten einsetzten, desto langjähriger fliessen die Erträge für die Pharmamafia. Hierbei schrecken die Pillengangster auch nicht davor zurück, denjenigen Medikamente zu verkaufen, die gar nicht krank sind. Dies ist das eigentliche Propagandaziel bei Blockbuster-Verkäufen. (http://www.zeitenschrift.com/magazin/58-prozac.ihtml)

Psychopathisierung der Gesellschaft
Ein Psychopath ist ein Mensch, der, um seine Ziel zu erreichen, im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen gehen kann, ohne Zuneigung, Liebe oder Verantwortung. Die Handlungen können hierbei nicht nur verantwortungslos und äusserst spontan erfolgen, sondern diese sind vor allem antisozial und oftmals höchst egoistisch. Psychopathen kennen weder Einfühlungsvermögen noch Reue und sie sind Meister der Manipulation, der Gewalt und des Terrors. Besonders gefährlich sind die machtorientierten und gewissenlosen Psychopathen, die in Topmanagement-Positionen oder politische Ämter  kommen und nach Aussen den Schein der Normalität wahren, bis ihr wahres Gesicht zu Tage tritt. Es darf das Theorem aufgestellt werden, dass je mehr Medikamente, Drogen, Aufputschmittel und Steroide zu den Konsumenten gelangen, desto mehr eine systematische Psychopathisierung der Gesellschaft Einzug hält, die den Nährboden für einen postmodernen Bürgerkrieg legen kann. Wenn immer mehr Verrückte zum Bürgerkrieg oder heiligen Kriegen aufrufen, dann könnte dies in der Tat zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden, die den Zusammenhalt der Gesellschaft und ihrer Werte bedroht. Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass sich die Gewalt immer mehr von extremen Rechten und der extremen Linken in die Mitte der Gesellschaft verlagert. Dass immer mehr bisher als normale Bürgers geltende Personen zu Psychopathen werden ist ein riesiges Gefahrenpotential, da es die Unvorhersagbarkeit von Gewaltausbrüchen erhöht.

Das Mad Max-Szenario
In Anlehnung an den Hollywood-Film «Mad Max» (http://de.wikipedia.org/wiki/Mad_Max) von 1978 mit Mel Gibson in der Hauptrolle besteht die Gefahr, dass wenn wir die Psychopathisierung der Menschen durch die Pharmaindustrie nicht stoppen, immer mehr Menschen zu Amokläufern und Killern werden können und wir in den Zustand der allgemeinen Barbarei zurückfallen. Im Australien der Zukunft sieht die Erde ziemlich düster aus. Gewalt und Verbrechen sind an der Tagesordnung und die Ordnungshüter, allen voran der Polizist Mad Max, haben Mühe, die Lage in den Griff zu bekommen. Es ist das besondere Verdienst der Mad Max-Trilogie («Max Max», «MM 2 – Der Vollstrecker» und «MM 3 – Jenseits der Donnerkuppel»), dass Sie auf die Gefahr des Verfalls der öffentlichen Ordnung hinweist, indem es das apokalyptisches Szenario einer verrohten und von kaltblütigen Killern durchsetzten Gesellschaft aufzeigt. In der postapokalyptischen Fiktion wird aufgezeigt wie eine Gesellschaft verrohen kann, wenn Sie die Weggabelung verpasst und nur noch eine Welt des Spektakels bildet, wie Sie von Guy Debord beschrieben wurde: «Die Gesellschaft wirkt wie eine seelenlose, perfekt organisierte Maschine, die selbst Opposition nur simuliert, Geschichte und Zeit wirken wie gefroren.» (http://blogpoliteia.wordpress.com/tag/guy-debord/)

Der Junkie-Moment
Debord führt aus, dass «die machthabende totalitäre ideologische Klasse die Macht einer verkehrten Welt ist: je stärker sie ist, umso mehr behauptet sie, dass sie nicht existiert, und ihre Gewalt dient ihr zunächst dazu, ihre Nichtexistenz zu behaupten». Bei Blockbuster-Pharmakonzernen kennen wir dieses Phänomen nur zu genau und dürfen es deshalb als den «Junkie-Moment» bezeichnen. Der Moment, in welchem ein Patient durch die Einnahme eines Medikamentes oder von Drogen von diesen abhängig wird. Je mehr die Pharmaindustrie behauptet, dass Sie keine Macht hat, desto grundlegender wird  Sie dafür sorgen, dass der normale Bürgers in seiner Psyche manipuliert und in Abhängigkeit von ihren Medikamenten gerät. Wie im Film «Mad Max I» sind Pharmafirmen und die Drogenmafia heute zu Endzeitvertretern degeneriert, da Sie die Gesetzlosen nach der Wirtschaftskrise repräsentieren, die ihre Konsumenten wie auch die Bankster von der Wallstreet in die vollständige Abhängigkeit von ihren Produkten bringen wollen.

Zerschlagung der Pharmakonzerne

Heute konditioniert die Pharmamafia die Bürger einer globalisierten Weltwirtschaft. Sie bereiten durch deren Psychopathisierung den Weg in die Anarchie, in der man eiskalt ausgelöscht werden kann, wenn man nicht über eine Waffe verfügt um sich zu verteidigen. In diesem «Mad Max»-Zustand würden wir uns jedoch den Idealen der Gesetzlosen annähern und in die Verhaltensweisen der Steinzeit zurückfallen, weshalb der heutigen Gesellschaft keine andere Wahl bleibt als schnellstmöglich einen Wandel in der Gesellschaft herbeizuführen und die Pharmaindustrie zu entoligarchisieren, da Sie durch ihre Produkte eine «Mad Max»-Gesellschaft hervorbringen wird. Wie in der chinesischen Medizin sollten Ärzte nicht mehr dann mehr verdienen, wenn Sie viele Patienten haben, sondern es sollte ihnen dann wirtschaftlich am besten gehen, wenn möglichst wenig Menschen Medikamente einnehmen müssen. Die Hoffnung stirbt zuletzt und deshalb kommt es auf die Jugend an, neue Strukturen und Systeme im Gesundheitswesen einzufordern, die die Manipulationsmaschine Pharmaindustrie zerstört und etwas neues hervorbringt, welches nachhaltig und werteorientiert ist und den Zusammenhalt des Gesellschaft fördert. Wir müssen die Psychopathisierung der Gesellschaft durch Drogen, Medikamente  und Aufputschmittel stoppen, wenn wir das «Mad Max»-Szenario vermeiden wollen.

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Über Artur P. Schmidt
Der Wirtschaftskybernetiker Dr.-Ing. Artur P. Schmidt wurde in Stuttgart geboren. Er besuchte im Stadtteil Zuffenhausen das Ferdinand-Porsche-Gymnasium und machte dort das Abitur. Das Studium der Luft- und Raumfahrttechnik in Stuttgart und Berlin schloss er im Alter von 27 Jahren mit  der Bestnote im Fachgebiet Raketentechnik ab, so dass ihm von Prof. H.H. Koelle die Promotion angetragen wurde. Im Alter von 30 Jahren erhielt Artur P. Schmidt den Doktortitel für ein kybernetisches Marktanalyse-Verfahren am Beispiel der Strategischen Planung von Airbus Industries. Nach einer Beratungstätigkeit bei Anderson Consulting sowie als Leiter der Strategischen Analyse der Ruhrgas AG war Dr. Schmidt Stipendiant der Stiftung zur Förderung der systemorientierten Managementlehre und letzter Schüler von Prof. Hans Ulrich, dem Begründer des St. Galler Management-Ansatzes. Während dieser Zeit begann Dr. Schmidt seine publizistische Laufbahn, aus denen Bestseller wie «Endo-Management» und «Der Wissensnavigator» sowie Wirtschaftsbücher wie «Wohlstand_fuer_alle.com» oder «Crashonomics» hervorgingen. Sein neuestes Buch, welches im EWK-Verlag erschienen ist, heisst  «Unter Bankstern».
Heute ist Artur P. Schmidt Herausgeber des Online-News-Portals www.wissensnavigator.com sowie der Finanz-Portale www.bankingcockpit.com, www.wallstreetcockpit.com, www.futurescockpit.com und www.optioncockpit.com sowie Geschäftsführer der Tradercockpit GmbH. Dr. Schmidt ist ein gefragter Keynote-Speaker sowie Kolumnist für zahlreiche Finanzpublikationen.

Die Ansicht der Kolumnisten von Moneycab muss sich nicht zwingend mit jener der Redaktion decken.

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