Bauindex im 4. Quartal 2017 leicht rückläufig

Bau
(Foto: Pixabay)

Zürich – Im 4. Quartal 2017 ist der der Bauindex in der Schweiz um 2 Punkte auf 145 Punkte gesunken. Die erwarteten saisonbereinigten Umsätze des Bauhauptgewerbes liegen damit 1.0% unter dem Niveau des Vorquartals. Dieser leichte Rückgang ist auf den Tiefbau zurückzuführen (–3.3%), während der Hochbauindex um 1.4% zulegt. Insgesamt dürften die Umsätze des Bauhauptgewerbes im aktuellen Jahr gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht höher zu liegen kommen.

Die Signale für die weitere Entwicklung sind uneinheitlich: Der erwartete Anstieg des BIP-Wachstums auf 1.7% im Jahr 2018 dürfte die Baukonjunktur stützen und insbesondere der Nachfrage nach kommerziellen Flächen und Wohneigentum zugutekommen. Gleichzeitig erhöht eine positive konjunkturelle Entwicklung, insbesondere wenn begleitet durch eine weitere Abschwächung des Schweizer Frankens, die Chance, dass die Schweizerische Nationalbank einen ersten Zinsschritt nach oben vornimmt. Dass dies bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 passieren wird, ist eher unwahrscheinlich, aber nicht mehr gänzlich auszuschliessen.

Vor allem beim Wohnungsbau, der sich zunehmend von der Nachfrage der Mieter entkoppelt hat, könnte dies zu Korrekturen führen. Die gut gefüllte Auftragspipeline legt aber nahe, dass eine solche nicht vor 2019 zu Buche schlagen würde. Weniger zinssensitiv dürfte die stark von der öffentlichen Hand geprägte Nachfrage des Tiefbaus reagieren. Insgesamt bleiben damit die Aussichten für 2018 intakt. (CS/mc/pg)

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