Da waren’s nur noch 3: Finalisten für den Pionierpreis 2014 stehen fest

Pionierpreis 2014

Skizze Award Pionierpreis 2014. (Bild: pionierpreis.ch)

Zürich – Die Finalisten für den Pionierpreis 2014 stehen fest. Die Jury wählte aus über 30 Einreichungen die drei vielversprechendsten Start­ups. AOT, Medyria oder Monolitix: Eine dieser Firmen erhält am 8. April 2014 den mit 98’696.04 Franken – dem 10’000 fachen Wert der Zahl Pi im Quadrat – dotierten Preis, der technologische Innovationen würdigt.

AOT AG verfolgt die Vision von kontaktfreiem Knochenschneiden auf Basis von Laser­, Roboter­, Sensor­und Navigationstechnologien. Damit sollen die traditionellen mechanischen Schneidwerkzeuge durch kalte Laser­Photoablation ersetzt werden. Das erste von AOT entwickelte medizinische Produkt ist das CARLO System (Computers Assisted, Robot­guided Laser Osteotome), das bei komplexen Eingriffen am Schädel die Knochen schneidet. CARLO bietet neben völlig neuen Schnittgeometrien grosse Präzision, schnellere Heilung und erhöhte Sicherheit.

Das Medtech­Start­up Medyria AG entwickelt technische Lösungen für die Katheter­Navigation und Messungen. Das Ziel von Medyria ist es, Katheter­Prozeduren schneller, sicherer und effektiver zu machen. Den Kern bilden ein sensor­basiertes System für die Messung des Blutdurchflusses, der «Flowcath», sowie eine Technologie, die die Blutdurchflussdaten verarbeitet und die Navigation des Katheters, der «Trackcath». Die Kombination dieser beiden Technologien ermöglicht ein Werkzeug, das von Medizinern während minimal­invasiven Eingriffen verwendet wird.

Die Monolitix AG, ein Spin­off der Empa und ETH Zürich, hat ein innovatives Konstruktionsprinzip für chirurgische Handinstrumente entwickelt. Dieses verzichtet komplett auf klassische Lager und Gelenke und stellt eine Lösung für das Problem der Verschleppung von Keimen in Aussicht. Damit die Beweglichkeit und Lastübertragungsfähigkeit der Produkte dennoch gewährleistet bleibt, wird die Flexibilität des Materials gezielt genutzt (ähnlich dem Prinzip einer Pinzette). Dieses Konstruktionsprinzip verhindert Spalten, in denen sich Bakterien oder Viren ablagern können. Zudem profitieren die Instrumente von Vorteilen wie Reibungs­und Verschleissfreiheit sowie einem reduzierten Montageaufwand. Die Folge sind niedrigere Herstellkosten. (Pionierpreis/mc/ps)

Über das Engagement der Zürcher Kantonalbank
Der Pionierpreis prämiert ein Projekt an der Schwelle zum Markteintritt, das sich durch besondere Innovationskraft, Marktnähe und gesellschaftliche Relevanz auszeichnet. Der Gewinner erhält von der Titelsponsorin Zürcher Kantonalbank die Preissumme von 98’696.04 Franken, was dem 10’000 fachen Wert der Zahl Pi im Quadrat entspricht. Die Zürcher Kantonalbank weist in der Finanzierung von Jungunternehmen langjährige Erfahrung auf. 2005 hat die Bank die Initiative PIONIER lanciert und investiert jährlich 10 ­15 Millionen Franken Risikokapital. Ziel der Initiative ist es, innovative Start­ups bereits in einer frühen Phase des Unternehmenszyklus mit professioneller Beratung und Finanzierungsmöglichkeiten zu unterstützen und damit den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern.

Über den TECHNOPARK ZÜRICH
Der privat finanzierte Technopark Zürich ist das führende Technologietransfer­und Jungunternehmerzentrum der Schweiz. Sein Ziel ist die Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze. Unter einem Dach finden hier Hoch­und Fachhochschulen, Start­ups sowie etablierte Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Disziplinen zusammen und vernetzen ihre Kompetenzen. Im Haus ansässige Forschungseinrichtungen und Technologiegeber wie die ETH Zürich, das CSEM Zürich und die Hochschule für Technik Zürich unterstützen die praxisnahe Überführung neuer Technologien in den Markt. Der Technopark Zürich selektioniert, unterstützt und fördert Jungunternehmen im Aufbauprozess und realisiert vielfältige Projekte zur Umsetzung der Grundidee. Er hat den Pionierpreis ins Leben gerufen. Detailinformationen sind unter www.pionierpreis.ch zu finden.

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