Der Bau lässt die Corona-Krise hinter sich

Bau
(Photo by EJ Yao on Unsplash)

Zürich – Im 4. Quartal 2021 kann der Bauindex erneut zulegen. Bereinigt um Saison- und Kalendereffekte erwarten die Ökonomen der Credit Suisse ein Umsatzplus von 3.7% gegenüber dem Vorquartal (Hochbau: +6.0%, Tiefbau: +1.5%). Nicht zuletzt aufgrund eines überraschend starken 3. Quartals dürften sich die Umsätze des Bauhauptgewerbes vollständig vom pandemiebedingten Rückgang des Vorjahrs erholt haben.

Die starke wirtschaftliche Erholung (BIP-Prognose für 2021: +3.5%) und die sich abzeichnende Verlängerung des Negativzinsumfelds kurbeln die Baunachfrage an. Infrastrukturprojekte im engeren und weiteren Sinn (z.B. Datenzentren, Spitäler und Logistikflächen) springen für den eher rückläufigen Bau von Büro- und Verkaufsflächen in die Bresche, Umbau und Renovationsprojekte für den Neubau von Wohnungen.

Ein Risikofaktor für die Fortsetzung des Aufschwungs bleiben die Lieferengpässe bei Baumaterialien, die teilweise zu Verzögerungen von Bauprojekten und zu steigenden Baupreisen führen. So ist auch ein Teil der Umsatzzuwächse der Bauteuerung zuzuschreiben und nicht einer höheren Produktion. Mit der konjunkturellen Erholung steigt ausserdem der Personalbedarf, und der bereits bestehende Fachkräftemangel könnte sich weiter akzentuieren. (awp/mc/pg)

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