Der Moneycab-Börsenblog: Immobilienfonds – es wird eng

Der Moneycab-Börsenblog: Immobilienfonds – es wird eng

Der Blick an die Börse von Robert Jakob

Viele Anleger haben ihre Immobilienfonds lieb, steigen die Kurse doch zumeist stetig wie ein Uhrwerk. Allerdings lohnt sich ein genauer Blick auf den Wert dieser Performance und den Zeitpunkt im Immobilienzyklus.

Die Zeiten, als Immobilienanlagen hohe einstellige Jahresrenditen abwarfen, sind vorbei. Schuld daran ist die Politik der europäischen Zentralbank. Die Niedrigzinsen haben auch die Mieterträge sinken lassen. Das ist nur folgerichtig. Inflationsbereinigt blieben sie dennoch hoch. Nun aber kommen die Immobilienrenditen in die Zange. Die Mieten können kaum erhöht werden. Vor allem bei den Gewerbeimmobilien herrscht ein Überangebot. Gleichzeitig ist  die Inflation wie vorhergesagt (siehe Moneycab-Börsenblog vom 25. Oktober 2016) angesprungen. Unterm Strich bleibt für die Besitzer von Immobilienfonds kaum mehr etwas übrig, denn ihre Rendite liegt im Schnitt seit Jahren nicht einmal bei 3 Prozent. Und die Tendenz ist weiter fallend.

So hat etwa der Branchenriese Grundbesitz Europa der Deutschen Bank (DE0009807008) mit einem Fondsvermögen von 5,7 Milliarden Euro vor zwei Jahren einen Wertzuwachs von 2,8% geschafft. Vor einem Jahr waren es noch 2,5%, und im letzten Geschäftsjahr nur noch 2,2%. Das liegt jetzt knapp über dem Inflationszielkorridor der EZB.  Zum Vergleich: Die Langfristrendite des Grundbesitz Europa lag seit 1970 bei durchschnittlich  5,7% pro Jahr. Das Problem der Immobilienfonds ist der leergefegte Markt. Lohnende Gewerbeimmobilien mit ansprechender Rendite gibt es nicht wie Sand am Meer, und die Preise hängen an der Decke. Sie haben keine Luft nach oben mehr und werden tendenziell fallen, je mehr sich die Zinswende nach oben materialisiert.

In den letzten Jahren haben die Immobilienfonds viel von Bewertungskorrekturen ihrer Bestandsimmobilien nach oben profitiert. In den nächsten Jahren dürfte das Pendel zurückschwingen. Korrekturen nach unten werden in den nächsten Jahren häufiger vorkommen.  Zwar versüsst die teilweise Steuerbefreiung der Dividenden die schwächelnde Performance. Besitzer von Immobilienfonds sollten jedoch jetzt antizyklisch denken und auf dem Höhepunkt der Immobilienpreise ans Umschichten in andere Anlageklassen denken, um ihr Geld zu retten.

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Noch nie seit dem 2. Weltkrieg haben die staatlichen Autoritäten dermassen stark und willkürlich nach dem Privatvermögen ihrer Bürger gegriffen. Unter dem Deckmantel von Terrorismusbekämpfung, Bankenrettung, ja sogar sozialer Gerechtigkeit, geht es unverblümt ans Portemonnaie. Die Hände, die danach grabschen werden immer länger, weil mit offenen Armen ausgegeben wird, was gerade erst eingenommen wurde. Hilflos kommt sich der „Steuerbürger“ vor, nein teilweise verhöhnt, wenn er sieht, was mit seinem Geld angerichtet wird. Für das wenige, das er besitzt, bekommt er noch nicht einmal einen anständigen Zins. Verständlich, dass er händeringend nach Auswegen sucht. Die Rettungswege werden immer enger, länger und sind oft mit vielerlei Hindernissen verstellt. Aber diese Schwierigkeiten kann man aus dem Weg räumen, und daher gibt es eine Rettung für das sauer verdiente Ersparte. Genau davon handelt dieses Buch.

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Zum Autor:
Robert Jakob ist promovierter Naturwissenschaftler und Buchautor, arbeitete sowohl in der Grundlagenforschung als auch für Verlage, Versicherungen und Banken. Seit Jahrzehnten ist der Kommunikationsspezialist ein ausgewiesener Kenner der Finanzszene und leitete nicht nur die Redaktion des Swiss Equity Magazins, sondern auch ein Team von Aktienanalysten.

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