Eigenheimmarkt zeigt sich von Corona-Krise unbeeindruckt

Immobilien
(Photo by Tierra Mallorca on Unsplash)

Zürich – Wohneigentum war auch im dritten Quartal 2020 ein begehrtes Gut. Trotz Rezession und Corona-Pandemie sind die Preise weiter gestiegen.

Der „SWX IAZI Private Real Estate Price Index“ für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen von IAZI weist für das dritte Quartal einen Anstieg von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal aus. Im Vorquartal betrug das Plus noch 0,7 Prozent, wie das Immobilienberatungsunternehmen am Montag mitteilte.

Eigentumswohnungen verzeichneten im 3. Quartal mit 0,8 Prozent (Vorquartal: +0,7%) ein leichtes Preiswachstum. Auf Jahresbasis hat sich die Preiszunahme mit 3,2 (Vorquartal: +3,4%) nur unwesentlich reduziert. Einfamilienhäuser verzeichneten dagegen eine leichte Preisreduktion um 0,2 Prozent (Vorquartal: +0,7%). Auf Jahresbasis ist das Preiswachstum 2,4 Prozent (Vorquartal: +3,3%) tiefer ausgefallen.

Regional sind allerdings unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. Während die Einfamilienhäuser in der Zentralschweiz teurer geworden sind, hat die Dynamik in anderen Regionen abgenommen. Eigentumswohnungen erzielen unter anderem in den Grenzkantonen zu Frankreich erhöhte Wachstumsraten.

Preise für Mehrfamilienhäuser rückläufig
Im 3. Quartal sind die Preise für Mehrfamilienhäuser um 1,1 Prozent erneut gesunken. Auf Jahresbasis ist die Preisentwicklung mit -0,5 Prozent ebenfalls in den Negativbereich gekippt. Vor Jahresfrist legten sie noch um 2,1 Prozent zu.

„Die Preise für Mehrfamilienhäuser sind zwar immer noch rückläufig, aber diese Dynamik deutet noch nicht auf eine Talfahrt hin“, wird Roman Ballmer, der stellvertretende IAZI-Geschäftsführer in der Mitteilung zitiert. Die Zahlen deuteten eher auf eine Konsolidierung auf hohem Niveau hin. Dazu könnten auch die seit diesem Jahr strengeren Finanzierungsregeln für Renditeobjekte beigetragen haben.

Erstmals seit acht Jahren ist die Performance der Mehrfamilienhäuser im 3. Quartal mit -0,4 Prozent leicht negativ. Auf Jahresbasis verzeichnet die Performance aber immer noch eine Zunahme von 2,7 Prozent (Vorjahr: +5,3%). Die Performance ist die Gesamtrendite, welche die Netto-Cashflow-Rendite sowie die Wertsteigerung umfasst. (awp/mc/pg)

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