Energiedebatte: SGV verlangt Gesamtkonzept

Hans-Ulrich Bigler, Direktor SGV.

Bern – Mit der Annahme der sogenannten «Ausstiegsmotionen» hat der Nationalrat dem Bundes­rat den Auftrag erteilt, den von ihm vorge­schlagenen Ausstieg aus der Kern­energie zu konkretisieren und eine Vorlage auszu­arbeiten, die in einem Jahr in die Vernehm­lassung gehen soll. Die sogenannten «Ausstiegs­motionen» reduzieren die Energie­frage aber nur auf einen einzigen Aspekt.

Deshalb ist der Entscheid des Nationalrates nach Ansicht des Schweizerischen Gewerbeverbandes SGV einseitig gegen die Kernenergie gerichtet und nicht zielführend. Damit der strategische Wurf einer neuen Energie­politik gelingt, verlangt der Schwei­ze­rische Gewerbe­verband SGV ein Gesamt­­programm, das Klima- und Energie­politik verbindet, denn sie wird die Zukunft unseres Landes und des Wirt­schafts­standortes bestimmen. Deshalb sind alle gesellschaftlichen Anspruchs­gruppen in die Diskussion einzubeziehen. Nebst den Zielen sind auch die konkreten Massnahmen zu bestimmen.

SGV fordert eine Gesamtstrategie
Der Schweizerische Gewerbeverband SGV fordert eine umfassenden Gesamt­strategie, welche Energie- und Klima­politik verbindet und damit strategische Erfolgs­faktoren für den Standort Schweiz aufbaut. Dies mit dem Ziel, unser Land sicher, weitgehend selbständig mit möglichst günstigem Strom zu versorgen. Das ist jedoch nur möglich, wenn diese Strategie marktwirtschaftlich ausgerichtet ist, auf Fakten basiert und den Anliegen der Klimapolitik Rechnung trägt. Im Markt und mit dem Wettbewerb der Technologien werden Kreativität, Innovation und  Entwicklung effizient gefördert. Der ordnungspolitische Weg, um die beschlossenen Ziele umzusetzen, erhöht sowohl die gesellschaftliche Verantwortung der Schweiz als auch die Chancen unserer Wirtschaft, sich global zu positionieren. (SGV/mc/ps)

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