Fast 70 Prozent der Berufstätigen hält Karriere für nicht planbar

Fast 70 Prozent der Berufstätigen hält Karriere für nicht planbar

München – Eltern, Lehrer und Professoren – Sie alle predigen die gleichen Dinge: Mit herausragenden Noten und Fachkenntnissen bekommt man einen tollen Job. Aber laut einer aktuellen Umfrage von LinkedIn, dem mit über 150 Millionen Mitgliedern weltweit grössten Businessnetzwerk, wissen zwei Drittel (68 Prozent) der Berufstätigen nicht, wohin ihr Berufsweg sie führt. Gleichzeitig definieren sie „Soft Skills“ als ausschlaggebend für ihre Karriere.

Für die Erhebung wurden über 7.000 Berufstätige in mehr als fünfzehn Ländern befragt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) nahmen 1.400 Personen an der Befragung teil. Mit der Umfrage wurde Berufstätigen die Möglichkeit gegeben, ihre Laufbahn zu reflektieren: Wie zufrieden sind sie mit ihrem bisherigen Werdegang und ihrer Berufswahl, und was sind die entscheidenden Faktoren für ihren Erfolg.

50 % der Schweizer stufen sich als beruflich sehr erfolgreich ein
Berufstätige in der DACH-Region stufen sich als sehr erfolgreich ein. 54 Prozent der Befragten in Österreich glauben, sie seien erfolgreicher als andere. Damit liegen sie auf Rang 3. Die Deutschen folgen mit 53 Prozent auf Rang 4 und Schweizer mit 50 Prozent auf Rang 5. Lediglich in Japan und Südkorea schätzen sich die Berufstätigen noch erfolgreicher ein (jeweils 93 Prozent).

„Soft Skills“ sind der Schlüssel zum Erfolg
Im Gegensatz dazu steht, dass nur ein Drittel der Arbeitnehmer weiss, wohin die berufliche Laufbahn gehen soll. Die übrigen zwei Drittel hält Karriere für nicht planbar. Gleichzeitig definieren die deutschen Teilnehmer die folgenden „Soft Skills“ oder Fertigkeiten als Schlüsselqualifikationen für den beruflichen Erfolg:

  1. Starke Kommunikationsfähigkeit (58 Prozent)
  2. Flexibilität (54 Prozent)
  3. Gutes Netzwerken (54 Prozent)
  4. Gelegenheiten nutzen (39 Prozent)
  5. Aus Fehlern lernen (39 Prozent)

„Es ist bemerkenswert, wie wichtig Soft Skills für die berufliche Laufbahn sind. Eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit und gutes Netzwerken sind unentbehrlich für den persönlichen Erfolg“, stellt Alexander Zipp, Marketing Manager bei LinkedIn für die DACH-Region, fest.

Die grössten Herausforderungen in unserem Berufsleben
Basierend auf der Umfrage startet LinkedIn die Online-Kampagne „Sieben Geheimnisse über das Berufsleben“. Ziel der Kampagne ist es, Berufstätige dabei zu unterstützen, ihre Karriereziele zu identifizieren und an ihren „Soft Skills“ zu arbeiten. In der Umfrage werden folgende Herausforderungen für das Berufsleben skizziert:

  • Viele Menschen wissen nicht, wohin ihr Berufsweg sie führt: Personen, die wissen was sie erreichen wollen und die ein genaues Bild von ihren Stärken und Schwächen haben, sind in der Regel erfolgreicher und glücklicher in ihrem Beruf.
  • Man landet selten da, wo man es vermutet hätte: Die meisten Laufbahnen verlaufen nicht gradlinig, da sich Menschen ständig weiterentwickeln – sowohl fachlich, als auch persönlich. Darum ist es umso wichtiger, berufliche Stationen zu einer zusammenhängenden Geschichte zu verknüpfen.
  • Shit happens: Jobangebote, Entlassungen oder die grosse Liebe – viele unvorhersehbare Ereignisse beeinflussen die Karriere. Berufliche Richtungsänderungen, die sich nicht auf den ersten Blick ergeben, sollten deshalb im Lebenslauf oder einem Online-Profil erklärt werden.
  • Nicht Zeugnisse, sondern Fertigkeiten sind entscheidend, wenn es um einen Job geht: Qualifikationen alleine sind nicht der Grund für eine Anstellung, sondern nur die Eintrittskarte für Vorstellungsgespräche. Den potentiellen Chef überzeugen „Soft Skills“ wie richtig kommunizieren, überlegtes Eingehen von Risiken und Entscheidungen treffen.

Weitere Geheimnisse des Arbeitslebens sind:

  • Menschen die ihren Berufsweg selbst gestalten kommen weiter.
  • Für die meisten Fertigkeiten gibt es keine Ausbildung – man muss sie selbst entwickeln.
  • Die beste Investition ist die in sich selbst.

(LinkedIn/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert